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Wegen schweren Sicherheitsmängeln

Japans Atomaufsicht verbietet Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Niigata

Die japanische Atomaufsicht hat am Mittwoch beschlossen, die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Niigata für eineinhalb Jahr zu verbieten, nachdem schwerwiegende Sicherheitsmängel festgestellt wurden.

Tepco wollte das Kraftwerk Kashiwazaki-Kariwa so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen, da es ein wichtiger Punkt in dem Plan des Unternehmens ist, nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima, seine Abhängigkeit von teuren Importen fossiler Brennstoffe zu verringern.

Atomaufsicht fordert genaue Analyse von Tepco

Die Atomaufsicht beschloss in ihrer Sitzung, dem Unternehmen zu untersagen, den in dem Atomkraftwerk in der Präfektur Niigata gelagertem Kernbrennstoff zu transportieren oder in die Reaktoren zu laden, was ein schwerer Schlag für Tepco ist.

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Der Vorsitzende der NRA, Toyoshi Fuketa, sagte, dass die Behörde nun innerhalb der nächsten sechs Monate Tepcos Analyse über Sicherheitsverletzung und einen Verbesserungsplan erhalten will um dann eine Untersuchung des Betreibers durchzuführen, die voraussichtlich mindestens ein Jahr lang dauern wird.

„Was jetzt infrage gestellt wird, ist die Haltung von Tepco bezüglich des Schutzes von Kernmaterial. Tepco ist nicht in der Lage, Brennelemente in Kashiwazaki-Kariwa zu transportieren“, so Fuketa und fügte hinzu, dass das Verbot zur Erhöhung der Sicherheit sofort in Kraft treten wird.

Das Verbot soll so lange in Kraft bleiben, bis Tepco alle Probleme beseitigt hat, allerdings hat das Unternehmen noch die Möglichkeit, eine Erklärung abzugeben, um die Entscheidung abzuwenden.

Tepco teilte den Behörden Anfang des Monats mit, dass das Atomkraftwerk seit ungefähr einem Jahr an 15 Stellen nicht genug abgesichert war, sodass Unbefugte die Anlage ohne Mühe hätten betreten können.

Die Atomaufsicht stufte diese Sicherheitslücke als schwerwiegend ein, das erste Mal, dass sie diese Bewertung aussprach.

Schwerer Schlag für die japanische Regierung

Die Entscheidung, das Atomkraftwerk nicht in den Betrieb zu lassen, kommt für die japanische Regierung zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da sie bestrebt ist, die als sicher geltenden Atomkraftwerke des Landes wieder ans Netz zu bringen.

Bisher ist es das zweite Mal, dass die japanische Atomaufsicht einen Kraftwerkbetreiber dazu auffordert, Mängel im Rahmen des Gesetzes zur Regulierung von nuklearem Ausgangsmaterial, Kernbrennstoffmaterial und Reaktoren zu beheben.

Im Jahr 2013 verbot die Behörde den Neustart des Monju-Prototypreaktors, nachdem festgestellt worden war, dass der Betreiber es versäumt hatte, fast 10.000 Geräte in dem Reaktor in der Präfektur Fukui zu überprüfen.

Das Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa mit sieben Reaktoren war als eines der größten Kernkraftwerke der Welt mit einer Gesamtleistung von 8,21 Millionen Kilowatt. Die Reaktoren Nr. 6-7 haben 2017 die Sicherheitsprüfungen der Aufsichtsbehörde bestanden und damit den Weg für die Wiederaufnahme des Betriebs geebnet. Eine weitere Hürde wurde im September vergangenen Jahres überwunden.

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