Japans Atomaufsichtsbehörde genehmigt Verlängerung des Kernkraftwerkbetriebs in Tokai

Am Mittwoch beschloss die japanische Atomaufsichtsbehörde (Nuclear Regulation Authority) einstimmig, dass die Verlängerung des Kernkraftwerkbetriebs in Tokai, Präfektur Ibaraki, erlaubt ist.

Die Aufsichtsbehörde hat der Japan Atomic Power Company den Betrieb seiner Anlage Nr. 2 rund 110 Kilometer nördlich des Zentrums von Tokyo erlaubt. Laut der Behörde erfüllt die Anlage, die vor rund 40 Jahren gebaut wurde, die Regierungsanforderungen, die nach der Katastrophe im Fukushima Daiichi im Jahr 2011 eingeführt wurden. Die Erfüllung dieser Anforderungen ist notwendig, um den Betrieb der Reaktoren wieder aufnehmen zu dürfen.

Im Umkreis von 30 Kilometern um die Anlage herum wohnen etwa 960.000 Menschen, was die höchste Bevölkerungsdichte in der Nähe von allen Kernkraftwerken in ganz Japan entspricht. Während der Sitzung der Atomaufsichtsbehörde am Mittwoch wurde die Behörde über Schätzungen informiert, wonach der Verschleiß des Reaktors, der Rohre und anderer Ausrüstungen in den kommenden 20 Jahren kein Problem darstellt. Aus diesem Grunde darf die Japan Atomic Power Company ihren Reaktor noch weitere 20 Jahre betreiben.

Doch der Reaktor im Werk Tokai No.2 darf maximal bis November 2038 betrieben werden. In Japan ist dies der vierte Reaktor, der über die 40 Jahre Betriebszeit hinausgeht. Aber er ist der erste, der in einer Anlage steht, die durch das Beben und den Tsunami 2011 beschädigt wurde. Bereits im Kraftwerk Takahama dürfen zwei Reaktoren weiter im Betrieb bleiben. Auch im Kernkraftwerk Mihama darf der Reaktor Nr. 3 weiter betrieben werden. Die beiden Kraftwerke befinden sich in der Präfektur Fukui an der Küste des japanischen Meeres.

Die Betreiber des Kraftwerks Tokai Nr. 2 werden allerdings noch mehr als zwei Jahre Bauzeit benötigen, um die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen zu errichten. Erst dann dürfen sie ihren Reaktor wieder in Betrieb nehmen. Unter anderem müssen die Betreiber eine Wellenbrecheranlage für Tsunamis bauen. Zusätzlich müssen die vorherigen Zustimmungen von sechs Gemeinden in dem Gebiet, einschließlich des Dorfes Tokai, in dem das Kraftwerk steht, eingeholt werden.

Quelle: NHK

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