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Schwere Sicherheitsmängel festgestellt

Japans Atomaufsichtsbehörde verbietet TEPCO den Start eines Atomkraftwerks

Japans Atomaufsichtsbehörde hat TEPCO am Mittwoch das Wiederhochfahren des Atomkraftwerks Kashiwazaki-Karia in der Präfektur Niigata wegen gravierender Sicherheitsmängel verboten.

Die Behörde erließ formell die Anweisung, den in der Anlage Kashiwazaki-Kariwa in der Präfektur Niigata gelagertem Kernbrennstoff nicht zu transportieren oder in Reaktoren zu laden, bis Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheitslücken des Komplexes zu beheben.

Atomaufsichtsbehörde stellte gravierende Sicherheitsmängel fest

TEPCOs Präsident, Tomoaki Kobayakawa, versprach bei einer Sitzung der Präfekturversammlung in Niigata, die Probleme zu erläutern, und sagte: „Wir haben große Bedenken, ob wir das Geschäft mit der Atomstromerzeugung weiter betreiben können.“

Das Unternehmen hat die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks mit sieben Reaktoren als einen Hauptpfeiler seines Geschäftsumstrukturierungsplans angesehen.

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Laut der Atomaufsichtsbehörde wurde festgestellt, dass die Anlage seit März letzten Jahres an 15 Stellen aufgrund defekter Einbruchserkennungssysteme und Back-ups anfällig für unbefugtes Eindringen ist. Es ist das erste Mal, dass die Aufsichtsbehörde eine Anweisung für einen kommerziellen Kernreaktor in Japan erlassen hat.

TEPCO hatte bereits bekannt gegeben, dass im Kraftwerk einige Reaktoren stillgelegt werden sollen.

Verbot dürfte mehr als ein Jahr bestehen bleiben

Experten erwarten, dass die Maßnahme für mehr als ein Jahr bestehen bleibt, bis die Behörde weitere Inspektionen abgeschlossen hat. Obwohl die Reaktoren Nr. 6-7 des Kraftwerks die Sicherheitsüberprüfungen durch die Aufsichtsbehörde im Jahr 2017 bestanden haben, bleiben alle sieben Reaktoren stillgelegt.

TEPCO steht vor großen Entschädigungszahlungen und anderen Kosten, die aus der Fukushima-Katastrophe resultieren. Das Unternehmen will das Kraftwerk Kashiwazaki-Kariwa wieder in Betrieb nehmen, um seine Abhängigkeit von der teuren Kohleverstromung zu verringern.

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