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Japans Atomaufsichtsbehörde will Jodtabletten nicht an alle ausgeben

Nach der nuklearen Katastrophe 2011 in Fukushima fordern viele Regionen in Japan bessere Maßnahmen beim Ernstfall. Die Atomaufsichtsbehörde reagierte bereits darauf und legte zahlreiche neue Regelungen fest. Wo es allerdings in letzter Zeit noch Unklarheiten gab, war die Vergabe von Jodtabletten an die Bevölkerung. Nun gab die Behörde bekannt, dass gar nicht alle Einwohner die Tabletten erhalten.

Sollte es tatsächlich zu einem Atomunfall kommen, gibt es das Jod nur für Bewohner unter 40 Jahren. Ausnahmen bilden schwangere und stillende Frauen. Zusätzlich gibt es die Tabletten nur für Menschen, die in einem Umkreis von fünf Kilometern des Kernkraftwerks wohnen. Die Einnahme von Jod ist im Ernstfall dabei äußerst wichtig. Der Stoff sorgt dafür, dass sich die große Menge an Strahlung nicht in der Schilddrüse ablagert, was anschließend häufig zu Krebs führt.

Die Behörde versucht allerdings, zu beruhigen und begründet die Entscheidung mit den allgemeinen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Kinder und Mütter erhalten grundsätzlich zuerst das Jod, da sie besonders gefährdet sind und so Priorität haben. Die WHO selbst sagt, dass die Tabletten ab 40 Jahren nicht mehr wirken und deswegen nutzlos seien. Einwohner über 40 erhalten trotzdem in Japan welche, wenn sie unbedingt welche wollen. Es muss sich demnach niemand deswegen Sorgen machen.

Obwohl nun eine genaue Altersgruppe festgelegt ist, läuft die Verteilung schon seit Jahren schleppend. Das größte Problem sind dabei mangelnde Ärzte. Die lokalen Behörden verlangen nämlich, dass Mediziner bei der Vergabe die Tabletten genau erklären. Die haben häufig jedoch keine Zeit und die Bevölkerung ebenfalls nicht. Aus dem Grund sind die Tabletten nun mittlerweile in der Apotheke erhältlich für Menschen, die in Schulen oder Arbeitsplätzen keine mit Belehrung erhalten.

Quelle: NHK

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