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Unternehmen konnte bereits mögliches Bußgeld senken

Japans Aufsichtsbehörde will Nissan für Ghosn-Skandal bestrafen

Mittlerweile ist es etwas ruhiger um den Ghosn-Skandal geworden, der Nissan im Frühling erschütterte. Allerdings könnte es nun für Nissan noch einmal ziemlich teuer werden. Die japanische Aufsichtsbehörde empfiehlt nämlich für das Unternehmen eine Strafe in Millionenhöhe, da sie in ihren Unterlagen Informationen verschwiegen.

Laut einer Quelle soll am Dienstag die Empfehlung der Securities and Exchange Surveillance Commission (SESC) an die Financial Services Agency gegangen sein. Vorgeschlagen wird dabei eine Strafe von umgerechnet 19 Millionen Euro. Die Kommission selbst hatte bereits Strafanzeige gegen Carlos Ghosn und Nissan wegen Falschangaben eingereicht.

Nissan konnte drohende Strafe bereits reduzieren

Die Aufsichtsbehörde wirft Nissan vor, dass sie gegen das Finanzinstrumentengesetz verstießen. Sie gaben das Gehaltspaket von Ghosn für acht Jahren bis März 2018 in den Wertpapierberichten falsch an. Insgesamt vermerkten sie so 75 Millionen Euro zu wenig. Die Strafe selbst gilt dabei jedoch nur für vier Jahre, da die anderen vier Jahre bereits unter die Verjährungsfrist fallen. Zusätzlich ist die aktuell geplante Strafe geringer als erwartet.

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Ursprünglich wurde nämlich erwartet, dass Nissan 33 Millionen zahlen soll. Begründet wurde die Zahl mit der Summe der vergessenen Zahlungen in den Dokumenten. Allerdings bat das Unternehmen die Behörde, die Strafe zu reduzieren, da sie die Angelegenheit vor einer Untersuchung meldeten. Sie korrigierten dazu im Mai den Bericht bis zum Geschäftsjahr 2017. Laut der Quelle soll die SESC deswegen der Bitte zugestimmt haben.

Es ist jedoch trotzdem selten, dass die SESC gleichzeitig eine Strafanzeige stellt und eine zusätzliche Geldbuße der Behörde empfiehlt. Bis jetzt gab es nur 2012 einen ähnlichen Fall. Damals ging SESC gegen Olympus Corp. vor, die zugaben, dass sie massive Investitionsverluste vor den Behörden versteckten.

MS

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