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Zwangsarbeit bleibt ein Problem

Japans Bemühung gegen den Menschenhandel sind weiterhin nicht ausreichend

Japan beteiligt sich an den internationalen Bemühungen gegen Menschenhandel. Ein Bericht der USA zeigt aber, dass die Maßnahmen bisher nicht ausreichen und es im Land immer noch Probleme gibt.

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Am Donnerstag veröffentlichte das US-Außenministerium seinen jährlichen Trafficking in Persons Report zu den Bemühungen gegen den Menschenhandel weltweit. Japan war dabei erneut auf Stufe zwei zu finden und behält damit seine Abstufung vom letzten Jahr bei.

Ausbeutung von Ausländern bleibt ein Problem

Die USA loben Japan dafür, dass sie erhebliche Anstrengungen unternommen haben, auch wenn sie weiterhin nicht die Mindeststandards zur Beseitigung von Menschenhandel vollständig erfüllen. Unter anderen hat Japan Aufklärungskampagnen gestartet sowie einige Menschenhändler strafrechtlich verfolgt und angeklagt.

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Ein großes Problem bleibt aber weiterhin ein zu lasches Vorgehen. Die USA fordern deswegen die japanischen Behörden auf, Fälle von Sex- und Arbeitshandel energischer zu untersuchen und strafrechtlich zu verfolgen. Außerdem sollte es härtere Strafen für Menschenhändler geben.

Ebenfalls gibt es starke Kritik an der Ausnutzung von Ausländern über das technische Praktikantenprogramm, das allgemein Probleme mit dem Umgang von ausländischen Arbeitskräften hat. Laut USA nutzen ansässige und inländische Menschenhändler das System für ihre Zwecke.

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Japan hat es dabei erneut versäumt, in den letzten 12 Monaten die zahlreichen Fälle von Zwangsarbeit zu untersuchen, womit wieder kein einziger Fall von Menschenhandel oder Opfer daraus gemeldet wurden. Auch schaffte die Regierung es nicht, die Personen hinter der Zwangsarbeit und den Misshandlungen zu bestrafen.

Unterschwellige Förderung von Menschenhandel

Die japanische Regierung wollte sich zu den Bericht nicht äußern. Sie wiesen aber darauf hin, dass sie mutmaßliche Fälle von Menschenhandel ernst nehmen und sie Bemühungen zur Auslöschung von Zwangsarbeit umsetzen. Zusammen mit den zuständigen Ministerien wollen sie weiterhin gründliche Gegenmaßnahmen gegen Menschenhandel ergreifen, den sie als schwere Verletzung der Menschenrechte ansehen.

Der Bericht sagt, dass Länder auf der Stufe drei – der schlechtesten – von anderen profitieren. Zu Stufe drei gehören China, Iran, Myanmar, Nordkorea, Russland, Syrien und Venezuela. Sie alle weisen regelrechte Systeme an Menschenhandel auf, an denen die Regierung selbst beteiligt ist.

Besonders in Bezug auf die Uiguren in Xinjiang schlägt der Bericht Alarm. Die Minderheit wird von der chinesischen Regierung systematisch verfolgt und in Zwangsarbeitslager gesteckt. Sie produzieren verschiedene Bekleidungsprodukte, Bauteile für Solaranlagen und andere Dinge, die auf den internationalen Markt gelangen. Regierung, Unternehmen und auch Verbraucher können deswegen daran beteiligt sein, den Menschenhandel in China sowie den anderen Ländern zu unterstützen. Sie können deswegen auch dabei helfen, die Zwangsarbeit zu stoppen.

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