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Gebäude lassen sich kaum retten

Japans berühmte Battleship Insel droht zu verfallen

Einer der Geheimtipps für Touristen in Japan ist die Hashima Insel, die auch als Battleship Insel oder Gunkanjima bekannt ist. Die verfallene Kohlemine zieht jährlich zahlreiche Menschen an. Doch bald könnte es nicht mehr viel zu sehen geben, denn die Insel verfällt immer mehr.

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Starker Regen, Wind und die Zeit setzen den Gebäuden auf der Insel, die ein UNESCO-Weltkulturerbe ist, massiv zu. Besonders Gebäude Nummer 30, die bekannteste Struktur, droht einzustürzen. Es handelt sich um eins der vielen Wohnhäuser, in denen vor der Stilllegung der Mine Tausende Arbeiter mit ihren Familien lebten.

Gebäude sind zu gefährlich

Die Stadtregierung von Nagasaki kann gegen den Verfall jedoch nicht viel unternehmen. Es sei sehr schwer das Gebäude zu reparieren und weiter zu erhalten. Grund dafür ist der schlechte Zustand selbst. Es sei laut der Stadt zu gefährlich das Gebäude für Arbeiten zu betreten, da es massiv einsturzgefährdet ist.

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Bereits letzten März ist eine der südlichen Sektionen abgebrochen. Bei den starken Regenfällen diesen Juni stürzte der Abschnitt weiter ein. Aber auch die anderen Gebäude der Battleship Insel drohen aufgrund ihres Alters einzustürzen. Die meisten von ihnen wurden bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gebaut und seitdem nicht mehr weiter renoviert. Wie sich das Problem lösen lässt, kann jedoch zurzeit keiner sagen.

Insel mit dunkler Vergangenheit

Die Hashima Kohlemine war nach der Meiji Ära das Symbol der japanischen Modernisierung und beherbergte zu Höchstzeiten um die 5.000 Arbeiter mit ihren Familien auf der 1.2 Kilometer großen Insel. Während des Zweiten Weltkriegs wurden koreanische Zwangsarbeiter eingesetzt, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten. Noch heute wird Japan kritisiert, dass sie diesen Teil der Geschichte der Insel nicht richtig aufarbeiten.

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1974 wurde die Mine geschlossen und von einem Tag auf den anderen flohen die Familien regelrecht aufs Festland, um eine neue Arbeit zu finden. Deswegen sind in den Wohnungen weiterhin Möbel und alltägliche Gegenstände zu finden. Seit 2015 ist die Battleship Insel als Teil der Objekte der Meiji-Industrialisierung ein eingetragenes Weltkulturerbe.

TAS

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