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Yakushima startet Untersuchung

Japans Bevölkerung fordert Maßnahmen gegen vergrabenen Giftmüll

In Japan gibt es eigentlich hart Auflagen bei der Müllentsorgung. Vor einigen Jahren wurden jedoch tonnenweise gefährlicher Unkrautvernichter in Gemeinden vergraben, darunter auf der Insel Yakushima. Da der Giftmüll mittlerweile ein großes Problem ist, fordert die Bevölkerung Sicherheitsmaßnahmen.

Maki Manabe, Versammlungsmitglied von Yakushima in Kagoshima, wies kürzlich den Bürgermeister der Stadt auf die Gefahr hin und dass sich die Menschen große Sorgen machen. Sie drängt Koji Araki dazu, dass die genauen Standorte des Unkrautvernichters lokalisiert und mit Zäunen von der Öffentlichkeit abgeschirmt werden.

Giftmüll soll gefunden und gesichert werden

Zurzeit sind die möglichen Standorte nur mit Warnschildern und Seilen markiert. Mehrere Personen haben laut Manabe jedoch angegeben, dass die Schilder an der falschen Stelle angebracht sind und sich der Ort des Giftmülls ganz woanders befindet.

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Araki gab an, dass eine verstärkte Überwachung der einzige Weg sei, die Gefahr in Schach zu halten. Er will aber andere Optionen prüfen. Zu Manabe sagte er, dass es zurzeit keine wissenschaftlichen Grundlagen gibt, die bestätigen kann, dass der vergrabene Giftmüll wirklich harmlos ist. Es soll deswegen eine Untersuchung mit der Zweigstelle der Forstbehörde geben

Bewohner von Iwate und anderen Präfekturen rufen zurzeit dazu auf, dass der Unkrautvernichter aus dem Boden entfernt oder an einen sicheren Ort verlegt wird. Sie haben große Sorge, dass durch starken Regen, Erdrutschen oder Erdbeben das Gift freigesetzt wird. Aus dem Grund fordern sie sofortige Maßnahmen.

Unkrautvernichter droht auszulaufen

Yakushima ist nur einer von vielen Orten in Japan, wo das Herbizide 2,4,5-T vor etwa einem halben Jahrhundert vergraben wurden. Das Unkrautvernichtungsmittel ist jedoch ein hochgiftiges Dioxin und kann fatale Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Aus dem Grund wurde der Stoff 1971 verboten. Da die Regierung jedoch nicht wusste, wie sie das Gift entsorgen sollen, wiesen sie Gemeinden an es nach bestimmten Auflagen zu vergraben. Bis diesen Januar befanden sich noch 26 Tonnen des Giftes in 42 Gemeinden in 15 Präfekturen. In Yakushima allein sollen 3.825 Kilogramm liegen, womit sie die zweithöchste Menge haben.

An sich galt der vergrabene Giftmüll als sicher, da es in Beton eingegossen wurde. Allerdings stellte sich in den letzten Jahren heraus, dass mehrere Gemeinden den Stoff nicht nach den Vorschriften vergraben haben. Es wird befürchtet, dass die Behälter undicht geworden sind und bereits auslaufen. Damit ist der Unkrautvernichter zurzeit eine Zeitbombe für die Umwelt.

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