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Seiko Hashimoto setzte sich für Gleichberechtigung ein

Japans Chefin der Olympischen Spiele unterstützt die Pride Week in Tokyo

In Japan gibt es eine immer mehr wachsende Akzeptanz für sexuelle Minderheiten. Am Dienstag startete nun die Pride Week in Tokyo. Die Chefin der Olympischen Spiele nahm dabei persönlich an der Eröffnungsveranstaltung teil.

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Seiko Hashimoto war Teil der Veranstaltung, die am Pride House Tokyo stattfand. Zu Gast waren ebenfalls zahlreiche Aktivisten, Sportlern und auch Abgeordnete, die sich für eine Gleichstellung von LGBTQ-Menschen noch vor Beginn der Spiele einsetzten.

Hashimoto setzt sich für die Gleichberechtigung ein

Hashimoto wurde von Gon Matsunaka durch das Pride House Tokyo geführt, der die Einrichtung auch leitet. Er erklärte ihr dabei, dass die Sportwelt weiterhin aufgrund der Geschlechtsspezifität sehr LGBTQ-feindlich ist. Sexuelle Minderheiten werden oft verspotte und trans Sportler müssen mit massiven Diskriminierungen rechnen.

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Japan ist das einzige G7-Land, in dem die gleichgeschlechtliche Ehe immer noch nicht anerkannt wird. Während sich die Regierung weiterhin quer stellt, akzeptieren zahlreiche Gemeinden und Präfekturen schon seit Jahren über ein eigenes System die Paare. Letzten Monat sorgte dazu ein Gerichtsurteil für Aufsehen, da es zum ersten Mal die Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe als verfassungswidrig bezeichnete.

Auch Hashimoto setzt sich für die Gleichberechtigung ein, wie sie in einer Fragerunde mit den anderen Gästen deutlich machte. Sie sagte, dass sie Maßnahmen ergreifen müssen. Die Tokyo Games sollen von den Menschen als ein Wendepunkt in Erinnerung bleiben, der beim Erreichen von Vielfalt und Harmonie, einschließlich des Verständnisses für LGBTQ, half.

Pride Week als Forderung für ein Gleichstellungsgesetz

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Am selben Tag hatten sich an einen anderen Ort 40 Abgeordnete und ihre Adjutanten mit Regenbogenmasken zusammen mit Aktivisten sowie anderen Besuchern zum Rainbow Parliament Event versammelt. Sie forderten die Verabschiedung eines LGBTQ-Gleichstellungsgesetzes.

Ende letzten Monat wurde eine Petition mit über 106.000 Unterschriften bei den Regierungs- und Oppositionsparteien eingereicht. Mit ihr wurde gefordert, dass es bis zum Beginn der Spiele am 23. Juli zur Verabschiedung des Gesetzes kommt.

Kanako Otsuji, eine lesbische Abgeordnete der konstitutionell-konstitutionellen Demokratischen Partei Japans, will zum Schutz der nächsten Generation eine schnelle Umsetzung des Gesetzes. Diskriminierungen und Mobbing gehören für viele LGBTQ-Teeanger weiterhin zum Alltag.

In Japan haben sexuelle Minderheiten nicht nur die gleichen Rechte, sie haben auch so gut wie keinen rechtlichen Schutz. Deswegen wird schon seit Jahren gefordert, dass die Regierung entsprechende Gesetze verabschiedet.

Pride House als sicherer Hafen in der Pandemie

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Bei dem Pride House Tokyo handelt es sich um ein Projekt einer internationalen Initiative, die sexuellen Minderheiten zu den Paralympischen und Olympischen Spielen einen sicheren Ort bieten will. Gleichzeitig informieren sie über das Thema LGBTQ.

Das erste Pride House entstand 2010 bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Japan eröffnete das erste temporäre Haus zu der Rugby Weltmeisterschaft 2019. Für die Olympischen und Paralympischen Spiele sollte dann eins mit festem Standort öffnen.

Zuerst wurde wegen der Pandemie die Eröffnung verschoben. Die Organisatoren eröffneten es dann doch letztes Jahr, weil besonders junge LGBTQ-Menschen in der schweren Zeit auf der Suche nach einem sicheren Ort waren.

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