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Einzelhandelsbranche in Japan fängt an, umzudenken

Japans Convenience-Store-Betreiber kämpfen mit Schließungen gegen den Arbeitskräftemangel

Die größten Convenience-Store-Betreiber in Japan testen verschiedene Maßnahmen, um gegen den Arbeitskräftemangel und das zunehmende öffentliche Bewusstsein über die Überlastung der Shopbetreiber anzukämpfen.

Seven-Eleven wird am Mittwoch 50 Convenience-Stores in der Metropolregion Tokyo geschlossen lassen. Außerdem werden die Öffnungszeiten am Donnerstag und Freitag, also während der Neujahrsfeiertage in Japan, gekürzt.

Franchisenehmer dürfen nicht am Test teilnehmen

An diesem Test sind jedoch keine Franchisenehmer beteiligt. Daher haben bereits einige Franchisenehmer angekündigt, dass sie die im Franchisevertrag festgelegte 24/7-Öffnungszeiten nicht einhalten werden und ihre Geschäfte geschlossen lassen.

Eine Gewerkschaft, die sich um die Belange der Franchisenehmer kümmert, reichte vergangene Woche eine Petition bei Seven-Eleven ein, um das Unternehmen dazu zu bewegen, dass die Franchisenehmer ihre eigenen Arbeitszeiten flexibel festlegen dürfen, da das Verkaufsvolumen während der Feiertage gering und der Personalbedarf kaum zu decken ist.

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Die Probleme mit dem 24/7-Betrieb der Convenience-Stores wird sich auch dieses Jahr fortsetzten. Zuletzt hatte Seven-Eleven einen Franchisenehmer gekündigt, der angekündigt hatte, dass er sein Geschäft am Neujahr geschlossen lassen wird.

Mitoshi Matsumoto, der ein Geschöft in Higashiosaka betreibt, will Anfang Januar Klage gegen Seven-Eleven einreichen, da er von Willkür seitens Seven-Eleven ausgeht. Eine Meinung, die viele Menschen mit ihm teilen.

Sein Kampf gegen den größten Convenience-Store-Betreiber in Japan hat andere Franchisenehmer dazu gebracht, sich besorgt über die Arbeitsbelastung durch den Arbeitskräftemangel zu äußern.

Auch andere Convenience-Store-Betreiber schließen Filialen

Lawason, Japans Nummer 2, wird am Neujahrstag 102 Fillialen schließen, die von Franchisenehmern betrieben werden. Laut Lawason gab es in den letzten Jahren nur eine geringe Anzahl von Kunden, so das man die Läden geschlossen lassen kann.

Einige Franchisenehmer werden ihre Geschäfte auch am Donnerstag geschlossen lassen, um eine Entscheidungsfindung des Unternehmens über 2021 hinaus zu unterstützen.

FamilyMart Co. geht anders vor, um gegen den Arbeitskräftemangel und Beschwerden von Franchisenehmern zu kämpfen.

109 Betreiber können in den Ferien Urlaub nehmen und die Firma stellt Ersatzarbeitskräfte, die den Shop am Laufen halten.

Auch abseits von Convenience-Stores wird über die Öffnungszeiten nachgedacht

Abgesehen von Convenience-Stores prüfen auch andere Bereiche im Einzelhandel ihre Richtlinien in Bezug auf die Öffnungszeiten am Neujahrstag.

Viele Kaufhäuser haben daher heute geschlossen und öffnen erst wieder am 2. Januar. Dies ist eine große Änderung, denn der 1 Tag im Jahr sorgt traditionell für große Umsätze.

Mittlerweile fangen sogar Familienrestaurantketten an, ihre Filialen während der Neujahrsferien zu schließen. Skylark Holdings Co. hat zum Beispiel viele Restaurants am Silvesterabend um 18 Uhr geschlossen.

Kyodo

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