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Japans Convenience-Store-Betreiber wollen Lebensmittelverschwendung bekämpfen

Die beiden Convenience-Store-Betreiber Seven-Eleven und Lawason wollen Lebensmittel rabattieren, die kurz vor dem Ablauf des Verfallsdatums stehen, um die Verschwendung von Lebensmitteln zu bekämpfen.

Die beiden Unternehmen sagten auf einer Pressekonferenz, dass sie anfangen werden, Reisbälle und Lunchboxen, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen, durch Rabattaktionen attraktiv für die Kunden zu machen. Damit möchte man das große Problem der Lebensmittelverschwendung aktiv bekämpfen.

Kunden werden mit Rabatten geködert

In Japan werden pro Jahr rund 6 Millionen Tonnen genießbare Lebensmittel entsorgt.

Als Anreiz für den Kauf dieser Produkte bieten die Stores den Kunden, die an dem Punkteprogramm der Unternehmen teilnehmen, fünf Prozent Rabatt auf den Einkaufswert an.

Die Franchise-Shop-Betreiber haben sich öfters beschwert, dass sie Produkte, die kurz vorm Ablauf stehen, nicht rabattieren dürfen. Die Convenience-Store-Unternehmen haben allen Franchise-Shops verboten, Rabatte anzubieten.

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Von der neuen Entscheidung sollen besonders die Märkte profitieren, die zurzeit mit steigenden Lohnkosten zu kämpfen haben. Beide Convenience-Store-Betreiber hoffen, dass so mehr Kunden in die Stores kommen.

85 Prozent der Entsorgung abgelaufener Lebensmittel muss der Shop-Betreiber zahlen.

In Seven-Eleven-Märkten werden diese Lebensmittel normalerweise weggeworfen. 85 Prozent der Entsorgungskosten müssen von den Betreibern des Stores übernommen werden.

Die Fair-Trade-Kommission ordnete bereits 2009 an, dass Seven-Eleven die Betreiber von Franchise-Stores nicht daran hindern darf, Artikel kurz vor dem Verfallsdatum mit einem Rabatt zu verkaufen. Allerdings haben sich viele Franchise-Nehmer beschwert, dass sie keine Zustimmung aus der Zentrale bekommen haben, wenn sie den Preis senken wollten.

„Am Ende ist es besser, alle Produkte zu verkaufen“, sagte Lawson-Präsident Sadanobu Takemasu zu den anwesenden Reportern.

Die Initiative wird diesen Herbst in rund 20.000 Filialen in Japan starten. Rabattiert werden Produkte, die innerhalb von vier bis fünf Stunden ablaufen.

Lebensmittelverschwendung soll halbiert werden

Lawson wird einen Versuch in den Präfekturen Ehime und Okinawa starten. Kunden bekommen 5 Prozent des Verkaufspreises als Punkte gutgeschrieben, wenn sie Reiskugeln oder Lunchboxen kaufen, die kurz vor Ablauf stehen.

„Wir werden versuchen, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 gegenüber dem derzeitigen Niveau um 50 Prozent zu senken“ so Lawsons Präsident. „Es wird für die Kunden, die Umwelt und unsere Ladenbetreiber von Vorteil sein.“

Nach Angaben der U.N. werden weltweit jährlich rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Die japanische Regierung veröffentlichte Daten, die besagten, dass im Geschäftsjahr 2016 6,43 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen wurden. Mehr als die Hälfte davon aus dem gewerblichen Sektor.

Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft und Fischerei forderte im Januar die Branchengruppen der Convenience Stores und Supermärkte auf, keine saisonalen Sushi-Rollen zu produzieren. Dies war die erste derartige Anfrage des Ministeriums. Zuvor sorgten Bilder in den sozialen Netzwerken, die Mengen der entsorgten Rollen zeigten, für eine Diskussion in der Öffentlichkeit.

Quelle: JT, TJT

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