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Essen nicht halal

Japans Einwanderungshaftanstalten ignorieren Essgewohnheiten muslimischer Insassen

Nachdem ein muslimischer Mann in einer japanischen Einwanderungshaftanstalt kein halales Essen bekommen und dadurch erheblich Gewicht verloren hatte, wird die Forderung in Japan lauter, dass gehandelt werden muss.

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Laut einer Frau, die Ausländer in Japan betreut, habe der Mann innerhalb von zwei Monaten 10 Kilogramm abgenommen, da er nur Reis und Gemüse essen konnte, weil nicht ersichtlich war, ob die restlichen Zutaten halal waren.

Einwanderungsbehörde ignorierte Beschwerde

Der inhaftierte Mann hatte mehrmals gebeten, dass die Einwanderungshaftanstalt ihm Essen anbieten solle, welches halal ist, die Anfrage wurde allerdings ignoriert.

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„Wir bieten Mahlzeiten mit anderen Zutaten anstelle von Schweinefleisch und anderen verbotenen Produkten an, wenn Häftlinge aus religiösen oder gesundheitlichen Gründen bestimmte Lebensmittel nicht essen können“, so ein Sprecher der japanischen Einwanderungsbehörde. Trotzdem wurde die Beschwerde des Mannes ignoriert.

Keine Vorschrift für das Essen

Die japanische Einwanderungsbehörde erklärte, die Vorschriften sähen vor zwar vor, dass Häftlinge entsprechend den Lebensgewohnheiten in ihrem Heimatland behandelt werden. Allerdings wurde auch eingeräumt, es gäbe keine Vorschriften, die besagen, dies gelte auch für die Mahlzeiten.

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Daher werden in den Einwanderungshaftanstalten in Japan auch keine halal gerechten Gerichte serviert. Allerdings plane man nun, die Speisepläne zu überarbeiten.

Immer öfter gibt es Kritik an Haftanstalten für Asylsuchende, da die Haftzeit meist sehr lange ist und die Insassen oft Misshandlungen ausgesetzt sind.

Aktuell beschäftigt sich die japanische Justiz mit dem Fall einer Frau aus Sri Lanka, die in einer dieser Haftanstalten verstarb, weil ihr die medizinische Behandlung verwehrt wurde.

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