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Arbeitskräftemangel und andere Probleme machen es Einzelhändlern zurzeit schwer

Japans Einzelhändler haben mitten in der Coronavirus-Pandemie Probleme den Betrieb aufrechtzuerhalten

Immer mehr Einzelhändler in Japan haben Probleme den Betrieb aufrechtzuerhalten, da sie durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie im Land, kaum Arbeitskräfte finden und die Mitarbeiter mit Überlastung zu kämpfen haben.

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Die Zahl der Teilzeitbeschäftigte begann im März zu sinken, nachdem die japanische Regierung die Schließung der Schulen im Land gefordert hatte.

Einzelhändler finden kaum Mitarbeiter und müssen sich mit vielen Beschwerden auseinandersetzen

Einzelhändler finden dadurch kaum noch Mitarbeiter, da viele Menschen zu Hause bleiben müssen, um auf ihre Kinder aufzupassen.

Ein weiteres Problem sind die tausenden Anfragen und Beschwerden, die sie pro Tag erreichen. Insbesondere der Mangel an Atemschutzmasken führt zu einem überdurchschnittlichen Beschwerdeaufkommen, so die National Supermarket Association of Japan.

Durch die Verhängung des Ausnahmezustandes in sieben Präfekturen ist es allgemein zu einem starken Anstieg an Kunden gekommen, was den Stress für die Mitarbeiter ebenfalls erhöht.

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„Einige Familien kommen mit allen Familienmitgliedern in das Geschäft, sodass sich lange Schlangen an den Kassen bilden“, so ein Mitarbeiter des Verbandes. „Nur ein Familienmitglied sollte an der Kasse warten, da sich sonst die Wartezeit erhöht und dies zu Beschwerden führt.“

Viele Kunden fordern die Kassierer auf, dass sie sich vor dem Kassiervorgang die Hände waschen oder kassieren ohne die Produkte zu berühren, was ebenfalls die Wartezeit und den Stress für die Mitarbeiter erhöht.

Mitarbeiter bekommen nur einen geringen Stundenlohn

Für die Mitarbeiter ist die Bezahlung auch ein großes Problem, eine 25-jährige Frau, die ihre beide Kinder in einem Kindergarten bringt, der noch geöffnet hat, um in einem Supermarkt in Toshima Wards in Tokyo zu arbeiten, sagte: „Mein Stundenlohn für das Risiko beträgt nur 1.060 Yen (ca. 9,01 Euro am.d.R.). Die Regierung kümmert sich nicht um die Arbeitnehmer im Einzelhandel.“

Die Frau wird im September ihr drittes Kind zur Welt bringen und ist daher auf den Job angewiesen. „Ich mache mir Sorgen, was passieren wird, wenn ich oder eines meiner Familienmitglieder sich mit dem Coronavirus infiziert“, so die Frau.

Polizei muss patrouillieren

Hiromi Ikeuchi, Professorin an der Kansai-Universität und Expertin für Kundenbeschwerden, sagte: „Nicht nur Ladenbetreiber, sondern auch Kunden müssen über Möglichkeiten nachdenken, um Einzelhandelsmitarbeiter zu schützen.“

Die Menschen müssen den Einzelhandelsmitarbeiter Sympathie entgegenbringen und ihnen danken, so Ikeuchi.

Außerdem fordert die Professorin die Behörden auf, Einzelhandelsgeschäfte Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen und die örtliche Polizei Patrouillen durchführen zu lassen, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.

Anmerkung der Redaktion:

Auch in Deutschland haben es die Mitarbeiter im Einzelhandel nicht leicht, bitte seid respektvoll ihnen gegenüber und zeigt ihnen, dass ihre Arbeit, gerade in dieser Zeit, geschätzt wird. Selbst dann, wenn ihr kein Toilettenpapier bekommen habt.

TJT

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