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Fahrzeuge sollen Geräusche machen

Japans Elektroauto-Hersteller arbeiten mit Videospielkomponisten zusammen

Elektroautos sollen die Zukunft der Automobilindustrie werden, um möglichst alle Emissionsvorschriften einzuhalten. Und da es weniger Motorengeräusche gibt, sind die Geräusche im Auto umso wichtiger.

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Daher haben nun viele Automobilhersteller begonnen, mit Komponisten von Spiele- und Filmmusik zusammenzuarbeiten, um eine Erkennungsmelodie zu finden, die die Motorengeräusche ersetzen kann.

Geräusche für verschiedene Warnhinweise

Da elektrifizierte Fahrzeuge mit Motoren leiser sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, neigten die Fahrer dazu, den Innengeräuschen von Elektrofahrzeugen und Benzin-Elektro-Hybriden mehr Aufmerksamkeit zu schenken, sagen die Autohersteller.

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Nissan Motor Co. und eine Forschungseinheit des großen Unterhaltungskonzerns Bandai Namco Holdings Inc., der verschiedene Spiele von „Pac-Man“ bis zur „Mobile Suit Gundam“-Serie produziert, haben Soundeffekte entwickelt, die den Fahrer darauf hinweisen, dass er den Sicherheitsgurt anlegen soll und dass eine Tür nicht geschlossen ist.

Autos profitieren von Videospielindustrie

Die Geräusche werden in den neuen Modellen des Kompaktwagens Note in Japan sowie in den Geländewagen Rogue und Pathfinder in den Vereinigten Staaten und im Qashqai in Europa eingesetzt, die seit Herbst letzten Jahres verkauft werden.

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Die Zusammenarbeit spiegle das in der Videospielindustrie gesammelte Wissen darüber wider, wie man notwendige Informationen genau übermittelt und auf eine veränderte Situation aufmerksam macht, so die Unternehmen.

Idealer Klang gesucht

In fünf Jahren des Ausprobierens haben die Unternehmen verschiedene Muster von Tonleitern und Tempi ausprobiert und nach dem idealen Klang gesucht, der anspruchsvoll, angenehm zu hören und nicht alarmierend wie ein Buzzer ist.

„Wir haben jeden übermäßigen Ausdruck weggelassen und einen Klang geschaffen, der leicht zu hören ist“, sagte Minamo Takahashi, der Sound Director bei Bandai Namco Research Inc.

Hiroyuki Suzuki, Nissans leitender Ingenieur für das Sounddesign von Fahrzeuginformationen, sagte: „Die neueste Note vermittelt mit ihrem zeitgemäßen Sound einen modernen Eindruck.“

Zusammenarbeit mit berühmten Komponisten

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Einige andere Autohersteller versuchen, ihre Fahrzeuge durch Fahrgeräusche zu unterscheiden, die mit dem Zünden und Beschleunigen von Benzinmotoren vergleichbar sind.

Die deutsche BMW AG hat den Oscar-Preisträger Hans Zimmer, der unter anderem die Soundtracks für die „Fluch der Karibik“-Reihe komponierte, mit der Entwicklung geeigneter Klänge für ihre Elektroautos beauftragt. In Japan werden die neuen akustischen Funktionen ab diesem Herbst in den SUV-Modellen des iX verfügbar sein.

Die Toyota Motor Corp. hat bei der Überarbeitung ihres Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugs Mirai im Dezember künstliche Geräusche für die Beschleunigung entwickelt. Die Geräuschänderung beim Bremsen und Beschleunigen helfe dem Fahrer, den Zustand des Fahrzeugs intuitiv zu erfassen, so das Unternehmen.

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