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Auch Izakaya-Ketten verzeichnen Verluste

Japans Familienrestaurants müssen wegen der Pandemie weiter kämpfen

In Japan ist die Corona-Lage weiterhin angespannt. Obwohl viele Präfekturen sich im Ausnahmezustand befinden, sind Restaurants nicht zu Schließungen verpflichtet. Trotzdem leiden vor allen Familienrestaurants unter der Pandemie.

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Als Familienrestaurants gelten lokale, die auf Personen aller Altersklassen ausgelegt sind und Platz für größere Gruppen bieten. Eine Umfrage von Tokyo Shoko Research ergab, dass viele solcher Lokale jedoch in den letzten Monaten schließen mussten.

Zahl der Familienrestaurants wird weiter sinken

Für die Umfrage wurden Filialen von elf großen börsennotierten Ketten gezählt. Bis Ende März wurden 8.322 Geschäfte verzeichnet. Das sind 793 Stücke oder 8,6 Prozent weniger als Ende 2019. Zwischen Dezember 2020 und März 2021 alleine schlossen 115 Filialen. Bei mindestens zwei Ketten liegt der komplette Rückgang der Filialen bei etwa 20 Prozent.

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Ursache dafür sind die Corona-Maßnahmen. Die Menschen sind landesweit angehalten, nicht in Gruppen essen zu gehen, um Infektionen zu verhindern. Wer doch zusammen mit anderen in Restaurants geht, muss mit Einschränkungen rechnen, die viele in Familienrestaurants als sehr stören finden, da man beispielsweise beim Essen nicht reden soll.

Tokyo Shoko Research hat für die Zukunft keine guten Prognosen. Es wird davon ausgegangen, dass der Abwärtstrend bis mindestens Ende des Jahres noch anhält. Sollte die Situation in Japan länger anhalten, könnte der Rückgang bis ins nächste Jahr gehen.

Auch immer mehr Bars müssen schließen

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Viele Ketten versuchen Schließungen zu verhindern und stellen ihr Geschäftsmodell um. Vermehrt setzten sie auf Lieferdienste, um die Umsatzeinbußen zu mindern. Auch die Speisekarte wird angepasst und unter anderem wird Fried Chicken angeboten, das durch die Pandemie stark an Beliebtheit gewonnen hat.

Aber auch bei anderen Restaurants sieht die Situation nicht besser aus. Bei den 14 führenden Izakaya-Ketten sank die Zahl der Lokale bis zum 12. Juli um 14,5 Prozent. Der stärkere Rückgang lässt sich damit erklären, dass die Regierung den Ausschank von Alkohol beschränkt hat, der aber in Izakaya überwiegend angeboten wird.

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