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Nach zwei Jahren ohne Veranstaltungen

Japans Feuerwerksbranche schöpft wieder Hoffnung

Die Feuerwerksbranche in Japan schöpft wieder Hoffnung, da die beliebten Vorführungen nun endlich wieder stattfinden können und die Nachfrage nach kleinen Feuerwerken auch bei Familien steigt.

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Die positive Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung kommt nach zwei Jahren, in denen wegen der Pandemie keine Vorführungen im Sommer stattfinden konnten. Außerdem setzen die rückläufige Zahl der japanischen Hersteller und die immer strengeren Vorschriften in China die Branche unter Druck.

Endlich wieder Feuerwerk in Japan

Feuerwerke sind untrennbar mit Japans Sommerfesten verbunden, aber seit 2020 wurden viele davon abgesagt, weil man Bedenken hatte, dass sich die Menschen zu dicht an einem Ort versammeln könnten.

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In diesem Jahr fanden die Veranstaltungen jedoch in Präfekturen wie Hokkaido, Akita, Niigata und Shizuoka unter Maßnahmen zur Infektionsprävention wieder statt.

Traditionelle Feuerwerke wurden in Japan erstmals in der Edo-Zeit (1603-1886) veranstaltet. Aufzeichnungen zeigen jedoch, dass es schon früher gelegentliche Feuerwerke gab.

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Feuerwerkskörper lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: zum einen in die Abschuss-Typen, die bei Shows zu sehen sind, und zum anderen in Feuerwerkskörper für Kinder, wie beispielsweise Wunderkerzen.

Produktion verlagert sich immer mehr nach China

Die Produktion von Feuerwerkskörpern ist in Japan seit den 1960er Jahren aufgrund von Sicherheitsbedenken wegen Unfällen und Kosteneinsparungen zurückgegangen. Seitdem wird immer mehr aus China importiert. Heute werden etwa 90 Prozent der in Japan verkauften Kinderfeuerwerkskörper in China hergestellt.

Strengere Vorschriften, die als Reaktion auf Unfälle in Fabriken erlassen wurden, und steigende Rohstoffkosten haben dazu geführt, dass der Import aus China auf ein Drittel seines Höchststandes von 1997 zurückgegangen ist. 1997 wurden Feuerwerkskörper im Wert von etwa 3,7 Milliarden Yen (ca. 27 Millionen Euro) nach Japan importiert.

Während die Branche mit einem anhaltenden Abschwung gerechnet hatte, sind die regionalen Hersteller und Großhändler aufgrund der gestiegenen Nachfrage von Familien, die wegen der Pandemie zu Hause bleiben, positiv gestimmt.

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