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Japans Firmen setzen sich weltweit am besten mit Klimawandel auseinander

38 japanische Firmen wurden auf die Liste der CDP gesetzt

Mittlerweile sind die Auswirkungen des Klimawandels weltweit zu spüren und immer mehr Unternehmen werden sich bewusst, dass sie handeln müssen. In Japan beschäftigt die Situation ebenfalls viele Firmen, die ihre Geschäftsstrategien anpassen. Bei einer globalen Umfrage zum Umgang mit den Risiken der Erderwärmung belegten sie sogar nun den ersten Platz.

Die Umfrage wird von der britischen gemeinnützigen Organisation CDP seit 2003 durchgeführt. Sie betreiben ein internationales Offenlegungssystem über Umweltdaten für Investoren, Unternehmen, Städte, Staaten und Regionen. Sie können über das System langfristige Aussichten für das wirtschaftliche Wachstum auf Grundlage der Umweltauswirkung auf ihre Richtlinien finden.

13 neue Firmen schafften es auf die Liste

Für die Umfrage verwendet CDP 15 Kategorien mit einem achtstufiges Bewertungssystem. Es geht dabei in allen Punkten darum, wie Firmen ihren CO2-Abdruck reduzieren. Unter anderem werden dabei allgemeine detaillierte Reduktionsziele und Schätzungen für die Auswirkung des Klimawandels auf das Geschäft mit einbezogen.

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Japan schaffte es dabei zum ersten Mal an die Spitze der Umfrage und stieß die USA vom Thron, die letztes Jahr Platz eins belegten. Insgesamt sind 38 Unternehmen aus Japan auf der Liste zu finden, auf die es 179 Firmen schafften. Letztes Jahr waren es etwa nur halb so viele und Japan war mit 20 Namen dabei. Es zeigt sich demnach, dass immer mehr japanische Unternehmen Maßnahmen ergreifen. Bei der kompletten Umfrage wurden 8.400 Firmen aus der ganzen Welt mit einbezogen.

Die japanischen Firmen erreichten schon da gute Bewertungen, da ihr Management sich mit der Herausforderung der Klimaerwärmung beschäftigt. Dieses Jahr waren 13 neue Firmen auf der Liste, darunter Aeon Co., Kao Corp., Nikon Corp. und Tokio Marine Holdings Inc. Sie arrangieren sich für die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) und die Vorstände besprechen Maßnahmen zum Klimawandel.

Gesetzte Ziele lassen Zweifel offen

Japans größte Business Gruppe, Keidanren, gab Ende letzten Jahres seine “Challenge Zero”-Politik bekannt. Sie wollen unter allen Mitgliedern den CO2-Ausstoß komplett auf null reduzieren. Allerdings gibt es keine Deadline für die Unternehmen, die Richtlinien umzusetzen. Dazu kommt noch, dass besonders der Stahl- und Energiesektor wenig Interesse am Klimaschutz zeigt und weiter große Mengen an Abgasen erzeugt.

Aus diesem Grund will die CDP die Herangehensweise jedes Mitglieds genau bewerten. Das Ergebnis wollen sie dann im Sommer bekannt geben. Vorschriften gibt es von der Gruppe nicht und so müssen sich die privaten Firmen selbst etwas einfallen lassen. Ob die Reglung deswegen funktioniert, zeigt sich erst im Sommer.

TAS

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