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Für medizinische Zwecke

Japans Gesundheitsministerium erwägt Legalisierung von Cannabis

Japans Gesundheitsminister erwägt, Cannabis zu legalisieren, solange es nur für medizinische Zwecke eingesetzt wird. Zudem soll auch ein neuer gesetzlicher Rahmen geschaffen werden, um den Konsum ohne medizinischen Zweck zu kriminalisieren.

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Seit dem 25. Mai diskutiert ein Gremium des Ministeriums über die Überarbeitung des 1948 erlassenen Kontrollgesetzes.

Vorschläge zur Überarbeitung des Kontrollgesetzes noch diesen Sommer

Das Ministerium reagiert damit auf einen Bericht, der im Juni 2021 erstellt wurde. In diesem Bericht wurde der japanischen Regierung empfohlen, Medikamente, die Wirkstoffe von Cannabis enthalten, zur Behandlung von Epilepsie zuzulassen, da die USA und einige andere Länder das bereits getan haben.

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Das Gesundheitsministerium plant noch in diesem Sommer Vorschläge für die Überarbeitung des Kontrollgesetzes auszuarbeiten.

Das derzeitige Gesetz verbietet den Anbau und den Besitz von Cannabis sowie die Herstellung von daraus hergestellten Medikamenten. Das Verbot zielt auf die Ähren, Blätter, Wurzeln und den Stängel der Cannabispflanze.

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Diese Teile der Pflanze enthalten jedoch Stoffe, die für Medikamente verwendet werden können. Tetrahydrocannabinol (THC), ein Halluzinogen, gilt als schädlich für die psychische Gesundheit von Menschen, während Cannabidiol (CBD), eine andere Substanz,

Alle Länder der Gruppe der G-7-Staaten, mit Ausnahme Japans, haben die Verwendung von Epilepsie-Medikamenten zugelassen, die aus Cannabis gewonnenes CBD enthalten.

Bei der Überarbeitung des Kontrollgesetzes beabsichtigt das Ministerium, bestimmte Marihuanasubstanzen anstelle von Teilen der Cannabispflanze zu verbieten, um den Menschen die Verwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken zu erleichtern.

Das Gremium wird auch die Aufnahme einer neuen Bestimmung in das Kontrollgesetz erörtern, mit der der Konsum von Cannabis, außer zu medizinischen Zwecken, strafrechtlich geahndet wird.

Härtere Strafen für den Cannabiskonsum

Das Gesetz enthält bisher keine derartigen Strafbestimmungen, da bei Inkrafttreten des Gesetzes Bedenken geäußert wurden, dass Landwirte, die die Cannabispflanze anbauen, für Symptome bestraft werden könnten, die durch das unbeabsichtigte Einatmen von Marihuanastoffen entstehen.

Wenn die neue Bestimmung eingeführt wird, drohen harte Strafen beim Konsum.

Einige Experten fordern jedoch, Marihuanasüchtigen mehr Behandlungen anzubieten, um Wiederholungstaten zu verhindern, anstatt strafrechtliche Sanktionen zu verhängen, und berufen sich dabei auf Daten, die zeigen, dass viele Marihuanakonsumenten in Japan junge Menschen sind.

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