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Japans Gesundheitswesen – Höchste Lebenserwartung bedeutet auch höhere Anforderungen

Japaner haben die höchste Lebenserwartung und auch sonst kann sich das Gesundheitswesen des Landes sehen lassen. Doch es gibt noch Luft nach oben: Im Hinblick auf Krankenhausaufenthalte und die Zahl der Raucher hat Japan noch Verbesserungsbedarf.

Das ergab zumindest der alle zwei Jahre erscheinende Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zum Thema Gesundheitswesen. Der aktuelle Bericht, Health at a Glance 2017, wurde am Freitag veröffentlicht und vergleicht die Daten und Entwicklungen der Gesundheits-Systeme der 35 Mitgliedstaaten. Zu diesen Mitgliedern gehören unter anderem auch Deutschland und Japan.

Der Bericht zeigt, dass Japans Gesundheitswesen insgesamt überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielt. So hat Japan mit durchschnittlich 83,9 Jahren die von allen Mitgliedern höchste Lebenserwartung (OECD-Durchschnitt: 80,6) und die niedrigste Fettleibigkeits-Rate mit 3,7 Prozent (OECD-Durchschnitt: 19,4). Auch die Zahl der Menschen, die an einem Schlaganfall sterben, liegt unter dem OECD-Durchschnitt.

„Ein gesunder Lebensstil, ein guter Zugang zu medizinischer Versorgung und eine generell hohe Qualität der Gesundheitsversorgung haben zu solch vorteilhaften Gesundheits-Ergebnissen beigetragen, alles erreicht, ohne viel mehr als der OECD-Durchschnitt zu investieren“, so der Bericht über Japans Gesundheitswesen.

Doch es gibt auch einige Aspekte mit Verbesserungspotential. Der Anteil der Raucher in Japan liegt mit 18,2 Prozent nur knapp unter dem OECD-Durchschnitt von 18,4 Prozent und nur auf Männer bezogen mit 30,1 Prozent sogar deutlich darüber.

Japan hat außerdem die meisten Krankenhausbetten pro Kopf und die längsten Krankenhausaufenthalte. Oftmals verweilen japanische Patienten dabei aus sozialen statt medizinischen Gründen im Krankenhaus. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aus jeglichem Grund beträgt in Japan 16,5 Tage, der OECD-Durchschnitt liegt bei 7,8 Tagen.

Unter anderem aufgrund der alternden Bevölkerung sind auch Japans Ausgaben für das eigene Gesundheitswesen überdurchschnittlich hoch, denn immer mehr Menschen zugleich benötigen medizinische Versorgung. Laut Akiko Maeda, einem Senior Gesundheitsökonom der OECD, zeugen diese Investitionen zwar von dem Versuch den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, jedoch müsse Japan auch die Produktivität des Gesundheitswesens steigern, um dieses Vorhaben zu meistern.

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