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Zahl der Infektionen steigt wieder an

Japans Gouverneure befürchten neue Einschränkungen durch Omikron-Subvarinate

Japans Gouverneure der 47 Präfekturen sehen in der Omikron-Subvariante BA.2 eine große Gefahr und haben mittlerweile neue Einschränkungen in Aussicht gestellt.

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Die Subvariante ist mittlerweile in Japan vorherrschend und sorgt dafür, dass die Zahl der Neuinfektionen auf einem hohen Niveau bleiben. Trotzdem hatte japanische Regierung die Einschränkungen landesweit am 21. März beendet. Mittlerweile droht die Omikron-Subvariante, eine weitere Infektionswelle auszulösen.

Tokyo, Osaka und andere Präfekturen melden steigende Infektionszahlen

Tokyos Gouverneurin Yuriko Koike sagte am 30. März auf einer Pressekonferenz, dass die Subvariante den Hauptstamm sehr schnell verdrängt hatte.

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Am selben Tag traf sich Koike mit Japans Premierminister Fumio Kishida und forderte ihn auf, dass die Regierung anwendbare Kriterien für künftige Infektionssituation aufstellen solle, die einen Notstand oder Maßnahmen vor dem Notstand erfordern würden.

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Der Tagesdurchschnitt der Neuinfektionen in der Woche bis zum 31. März lag in der japanischen Hauptstadt bei 7.529,9 Fällen und damit etwa 1,2 Mal höher als der Durchschnitt der vorangegangenen Woche.

Nach Angaben des Tokyo Metropolitan Institute of Medical Science nahm der nächtliche Fußgängerverkehr in den belebten Bezirken der Hauptstadt in der Woche, in der die Maßnahmen aufgehoben wurden, um 4,5 Prozent zu. Gleichzeitig ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich angestiegen.

Der Anteil der Einwohner Tokyos, die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, erreichte am 25. März die von der Stadtregierung angestrebte Quote von 40 Prozent. Trotzdem hat sich durch die Subvariante die Verbesserung der Infektionssituation verlangsamt.

Auch andere Gouverneure befürchten eine neue Infektionswelle, so zum Beispiel der Gouverneur von Osaka.

Die Zahl der Neuinfektionen lag in der Woche bis zum 29. März bei 25.678 und damit 1,08 Mal höher als in der Vorwoche. Damit endete der Rückgang bei den Neuerkrankungen in der Präfektur.

Die Auslastung der Krankenhausbetten für Corona-Patienten in der Präfektur Osaka ist zwar rückläufig, doch bleibt die Präfekturverwaltung vorsichtig.

Gouverneure kritisieren Aufhebung der Maßnahmen

Am 30. März ist die Rate auf 28,6 Prozent gesunken, ein Wert, bei dem die Präfekturverwaltung die derzeitige „rote Alarmstufe“, die den Ausnahmezustand der Infektionssituation signalisiert, aufheben kann. Osakas Gouverneur hat dies allerdings nicht getan.

In der Präfektur Aichi stieg die Zahl der Neuinfektionen bis zum 30. März an sieben aufeinanderfolgenden Tagen von Woche zu Woche an.

Gouverneur Hideaki Omura hat wiederholt die Entscheidung der japanischen Regierung vom 21. März infrage gestellt, die Notstandsmaßnahmen landesweit aufzuheben.

In der Präfektur Okinawa wurden die Notstandsmaßnahmen bereits Ende Februar und damit früher als im Rest des Landes aufgehoben. Seit Mitte März steigt auch dort die Zahl der Neuinfektionen wieder an.

Nach Angaben der Präfekturverwaltung ist der Anstieg der Infektionszahlen derzeit wieder so stark wie im Januar, kurz vor dem „Quasi-Notstand“.

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