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Lockerunge kommen zu früh

Japans Gouverneure kritisieren Exit-Strategie der japanischen Regierung

Die japanische Regierung hatte vor wenigen Tagen eine Exit-Strategie aus den Corona-Maßnahmen vorgestellt. Am Samstag kritisierten die Gouverneure der 47 Präfekturen diese Pläne, da sie befürchten, dass die Lockerungen viel zu früh kommen würden.

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Die Strategie besagt, dass man ab November in Japan wieder reisen dürfen soll und auch Großveranstaltungen sollen dann wieder erlaubt sein. Bedingung dafür ist, dass der größte Teil der Bevölkerung bis dahin geimpft ist.

Gouverneure kritisieren Exit-Strategie als viel zu optimistisch

Die Gouverneure sind allerdings der Meinung, dass die Exit-Strategie gerade im Hinblick auf die aktuelle Pandemiesituation viel zu optimistisch sei.

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Japan verzeichnet weiterhin eine große Zahl von Infektionen durch die hochansteckende Delta-Variante, die das Gesundheitssystem des Landes stark belastet.

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In einigen Fällen sind Corona-Patienten, denen die Aufnahme in ein Krankenhaus verweigert wurde, gestorben, während sie sich zu Hause unter Quarantäne standen, was das Ausmaß des Mangels an Krankenhausbetten verdeutlicht.

Während der Online-Sitzung der nationalen Gouverneursvereinigung sagte der Gouverneur von Gunma, Ichita Yamamoto: „Wenn die Beschränkungen zu schnell gelockert und Präventivmaßnahmen wie das Tragen von Masken vernachlässigt werden, wird sich das Virus ausbreiten.“

Unternehmen fordern Lockerungen in Japan

Die Exit-Strategie kommt zu einer Zeit, in der Unternehmen Lockerungen der Einschränkungen fordern. Insbesondere aus den Bereichen Gastronomie und Tourismus.

Die Strategie sieht vor, dass die Regierung Restaurants in den Präfekturen, in denen der Ausnahmezustand herrscht, nicht mehr dazu verpflichtet, keinen Alkohol auszuschenken und früher zu schließen, sofern sie nachweislich die Maßnahmen zur Verhinderung von Infektionen ergriffen haben.

Außerdem dürften die Menschen wieder in größeren Gruppen essen, über die Grenzen der Präfekturen hinweg reisen und Großveranstaltungen mit mehr als 5 000 Besuchern besuchen, wie z. B. Konzerte und Sportveranstaltungen, wenn sie vollständig geimpft wären oder negative Testergebnisse vorlegen könnten.

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