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Suga Zustimmung steigt wieder an

Japans Impfkampagne geht vielen zu langsam voran

Knapp zwei Drittel der Menschen in Japan sind der Meinung, dass die Impfkampagne des Landes viel zu langsam vorankommt.

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Laut einer aktuellen Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo News, sind viele der Meinung, dass die japanische Regierung nicht effektiv an der Verbreitung des Impfstoffs arbeitet.

Impfkampagne kommt in Japan zu langsam voran

Japan begann im Februar mit seiner Impfkampagne, zuerst mit rund 40.000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens, um mögliche Impfreaktionen zu dokumentieren.

Das Land ist aktuell dabei alle 43,7 Millionen Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind, den Impfstoff zu verabreichen. Als nächste Gruppe sind alle Menschen in Japan, ab 65 Jahre dran, allerdings wird damit gerechnet, dass dies erst bis Ende Juli abgeschlossen sein soll. Viele, gerade ältere Menschen in Japan sind allerdings unschlüssig, ob sie sich impfen lassen sollten.

Die Gouverneure der Präfekturen haben die Regierung bereits aufgefordert, einen Plan festzulegen, wie die Massenimpfungen genau ablaufen sollen.

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Ab April will das Land mittlerweile psychisch Kranke und geistig Behinderte Menschen priorisieren, nachdem kritisiert wurde, dass die Menschen vergessen wurden.

Die Umfrage ergab, dass 65,6 Prozent der Menschen der Meinung sind, dass die Impfkampfkampagne zu langsam vorankommt und nicht reibungslos abläuft, nur 28,9 Prozent der Befragten sehen das anders.

Da der Ausnahmezustand im Großraum Tokyo am Sonntag beendet wurde, machen sich 82,2 Prozent der Befragten große Sorge über eine mögliche vierte Infektionswelle in Japan, auf die sich das Gesundheitsministerium bereits vorbereitet.

Zustimmung für Japans Premierminister steigt deutlich an

Die Kritik an der Impfkampagne schadet der Zustimmung von Japans Premierminister Yoshihide Suga allerdings nicht. Im Gegenteil, die Zustimmung ist von 38,8 Prozent auf 42,1 Prozent gestiegen. Die Ablehnung sank von 45,9 Prozent auf 41,5 Prozent.

Änderung der Zustimmungsrate des Premierministers
Änderung der Zustimmungsrate des Premierministers. Bild: Kyodo
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Nur vier Monate vor Eröffnung der Olympischen Spiele und nachdem die japanische Regierung, das IOC und das Organisationskomitee in Tokyo angekündigt haben, dass keine Zuschauer aus dem Ausland bei den Spielen zugelassen werden, sind nur 23,2 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Veranstaltung in Tokyo wie geplant stattfinden sollte.

39,8 Prozent sind der Meinung, dass die Spiele lieber abgesagt werden sollten.

Zu dem Skandal rund um Sugas Sohn gaben 73,9 Prozent der Menschen in Japan an, dass Japans Premierminister keine ausreichende Erklärung zu den Vorwürfen geliefert habe.

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