Anzeige
HomeNachrichten aus JapanJapans Jugend fordert, Klimawandel zum Wahlkampfthema zu machen

Gegen die Ignoranz in der Politik

Japans Jugend fordert, Klimawandel zum Wahlkampfthema zu machen

Der Klimawandel ist eines der vielen Themen, die im japanischen Wahlkampf für die kommenden Oberhauswahlen außen vor gelassen werden. Es ist allerdings eines der wichtigsten Themen, welches in vielen Ländern nur halbherzig Beachtung findet.

Anzeige

Da Japan allerdings die Folgen der globalen Erwärmung seit einigen Jahren direkt zu spüren bekommt, gibt es immer mehr Stimmen, die fordern, dass das Thema endlich ernst genug genommen wird.

Klimawandel muss zu einem wichtigen Wahlkampfthema werden

Am 3. Juli sind daher junge Menschen in Japan in Tokyo, Kyoto und einigen anderen Städten auf die Straße gegangen und forderten, dass der Klimawandel zu einem wichtigen Wahlkampfthema werden muss und sie das bei ihrer Stimmenabgabe auch berücksichtigen werden.

LESEN SIE AUCH:  Die Auswirkungen des Klimawandels auf Japan

Tatsächlich ist im aktuellen Wahlkampf besonders das Thema Landesverteidigung für die meisten Parteien am wichtigsten. Noch wichtiger als die hohe Inflation, die die Haushalte immer mehr belastet.

Anzeige

Am Bahnhof Shinjuku nahmen etwa 100 junge Menschen an einer Demonstration teil, die von „Fridays vor Future Japan“ organisiert wurden.

Eine Teilnehmerin an der Demonstration sagte gegenüber den Medien: „Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es zu spät sein, denn der Wendepunkt der Klimakrise steht unmittelbar bevor. Wir müssen das System durch die Politik drastisch ändern.“

Japan spürt bereits die Folgen des Klimawandels

Dass Japan die Folgen des Klimawandels immer mehr zu spüren bekommt, haben verschiedene Studien mittlerweile bewiesen, auch die japanische Regierung warnt bereits vor den wirtschaftlichen Folgen.

Die Japan Meteorological Agency (JMA) sieht ebenfalls deutliche Auswirkungen. So heißt es in einem Bericht, dass die Regenkatastrophen seit 2011 deutlich zugenommen haben. Die Experten gehen davon aus, dass bei einem Temperaturanstieg von 1 Grad die Luft 7 Prozent mehr Feuchtigkeit speichert.

Für den Bericht wurde verglichen, wie es in der Region Setouchi aussehen würde, wenn die globale Erwärmung seit 1850 nicht zugenommen hätte.

Mittlerweile warnen auch Versicherer davor, dass die Kosten für Schäden, die durch die globale Erwärmung direkt in Japan entstehen, immer größer werden.

So schätzt MS&AD, der zweitgrößte Versicherer im Land, dass die Kosten bis 2025 zwischen 5 und 50 Prozent ansteigenden werden.

Die japanische Regierung hatte 2020 unter Premierminister Yoshihide Suga beschlossen, dass das Land bis 2050 klimaneutral sein soll. Trotzdem ist man bei vielen Themen zögerlich, zum Beispiel beim Ausbau von erneuerbaren Energien oder beim Thema Kohle.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neuste Artikel