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Ministerium bekommt Status als "Melder"

Japans Justizministerium hilft Google beim filtern von verleumderischen Inhalten

Dass Webseiten wie Facebook und YouTube ein großes Problem mit Hasskommentaren und verleumderischen Inhalten haben, ist leider nichts Neues. Ganz überraschend fragte Google Inc. jetzt beim japanischen Justizministerium an und bat sie um Mithilfe beim Filtern dieser Inhalte.

Genauer bat Google das Ministerium darum, bei verleumderischen Inhalten auf YouTube zu helfen. Es ist damit das erste Mal, dass ein japanisches Regierungsorgan eine derartige Anfrage und die Erlaubnis als offizieller „Melder“ erhält.

Justizministerium versuchte bereits alleine gegen Beiträge vorzugehen

Ausgewählte Einzelpersonen und Organisationen mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz bei den Meldungen erhalten von Google diesen Status. Damit werden ihre Informationen bei Untersuchungen, ob Inhalte unangemessen sind oder nicht, bevorzugt behandelte.

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Das japanische Justizministerium hat bereits Einzelpersonen über regionale Rechtsbüros zu unangemessene Inhalte von online Beiträgen geschult. Allerdings gab es bisher Grenzen für die Mitarbeiter beim Kampf gegen diffamierende Beiträge.

In Fällen, wo Rechtsverstöße untersucht werden, werden Betreiber und Anbieter von Webseiten oder Sozialen Medien direkt gebeten die entsprechenden Inhalte zu löschen. Der neue verliehene Status von Google hilft dem Ministerium nun effektiver gegen verletzende und diffamierende Beiträge vorzugehen.

Google kann nicht alleine gegen verleumderische Inhalte kämpfen

YouTube benutzt bereits ein automatisches Suchsystem und Nutzer können ebenfalls unangemessene Inhalte melden, die Hassreden oder Diskriminierungen enthalten. Wenn Videos oder Kommentare tatsächlich gegen die Richtlinien von YouTube verstoßen, werden sie gelöscht.

Das reicht meistens jedoch nicht aus und beide System sind Fehleranfällig, weswegen Unterstützung von staatlicher Seite durchaus von Vorteil sein kann. Japan hat jedenfalls mit einem starken Anstieg von diffamierenden Kommentaren im Internet zu kämpfen, sodass auch bereits Privatgruppen gegen sie ankämpfen.

2020 gab es laut dem Justizministerium 1.693 Fälle im Internet, die sich als Menschenrechtsverletzungen einordnen lassen. Im Vergleich dazu gab es 2011 nur 636 Fälle. Zuletzt wurde ein Rekordhoch 2017 gemeldet mit 2.217 Meldungen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Zahlen aktuell vermutlich immer noch so hoch sind, aber viele melden sie nicht, weil eine Strafverfolgung oft schwierig und erfolglos verläuft.

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