Japans Kaiserin Michiko züchtet vor Abdankung das letzte Mal Seidenraupen

Auch dieses Jahr ist Kaiserin Michiko der Tradition der Zucht von Seidenraupen nachgekommen. Allerdings züchtet die Kaiserin das letzte Mal Seidenraupen im Kaiserpalast vor dem Abdanken von Kaiser Akihito.

In Japan geht die Tradition der Seidenraupenzucht bereits auf die Meiji-Periode (1868 bis 1912) zurück, der seitdem jede Kaiserin folgte. Kaiserin Michiko führte den Akt der Seidenraupenzucht am 2. Mai im Kaiserpalast durch und legte wilde Seidenraupeneier auf Eichenzweige. Diese Praxis wird in Japan „Yamatsuke“ genannt.

Neben Eichenlaub fressenden wilden Raupen unter freiem Himmel, züchtet die japanische Kaiserin auch domestizierte Seidenraupen in ihrem Haus. Während der Meiji-Periode wurden die Seidenraupen von den Kaiserinnen von Frühling bis Sommer gezüchtet. So sollte der Seidensektor gefördert werden, der damals ein wichtiger Bestandteil des japanischen Exportes ausmachte.

Doch seither ist die Seidenindustrie stark zurückgegangen, sodass die kaiserliche Zucht nur noch als kulturelle Tradition beibehalten wird. Ob die zukünftige Kaiserin dieser Tradition weiterhin nachgehen wird, ist bisher nicht bekannt, kann aber angenommen werden. Für Kaiserin Michiko endet die Pflicht der Zucht, sobald Kaiser Akihito im April 2019 seinen Thron an seinen Sohn abgibt.

Bild: Commons Wikimedia

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