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Auch Osaka pausiert Nutzung

Japans Kommunikationsministerium nutzt wegen Datenleck vorerst nicht LINE

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass es bei der Messaging-App LINE vermutlich ein großes Datenleck gibt, das seit Jahren unbemerkt war. Als Reaktion stoppte das japanische Kommunikationsministerium die Nutzung des Dienstes und startete eine Untersuchung.

Am Freitag gab der Kommunikationsminister Ryota Takeda bekannt, dass sie vorerst die App nicht nutzten werden. Das Ministerium hat bisher LINE verwendet, um öffentliche Meinungen einzuholen und Fragen von Bürgern zu beantworten. Aus Sicherheitsbedenken wollen sie das Angebot pausieren.

Kundendaten wurden mehrfach von Mitarbeitern ausgelesen

Takeda erklärte dazu, dass sie sicherstellen müssen, dass die Öffentlichkeit sicher auf die Dienste der Regierung zugreifen kann. Sie werden deswegen den Vorfall rund um die App genauer untersuchen und danach zusammen mit anderen Ministerien sowie Behörden nötige Maßnahmen ergreifen.

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Am Mittwoch stellte sich heraus, dass Techniker einer Tochtergesellschaft von LINE in China die persönlichen Daten von Kunden vermutlich unerlaubt ausgelesen haben. Es wurden dabei Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adresse sowie gemeldete Nachrichten über die Benutzerdatenbank abgefragt und das mehrmals.

Das Ministerium macht sich wegen dieser Meldung jedoch nicht als alleine Sorgen. Auch die Stadt Osaka beschloss am Freitag vorerst die Nutzung von LINE für Verwaltungsdienste so lange zu pausieren, bis die Sicherheit gewährleistet ist. Eine eigene Untersuchung starten sie jedoch nicht.

LINE hat nicht zum ersten Mal Probleme

Das könnte für die Stadt und vor allem für die Bürger jedoch zu einem Problem werden. Die Dienstleistungen über die App umfassen nämlich unter anderem wichtige Informationen für die Bewohner, einen Konsultationsdienst für Opfer von Mobbing und die Bezahlmöglichkeiten für öffentliche Stromrechnungen. Wie weit Osaka Alternativen für die ausfallende Angebote anbieten wird, ist nicht klar.

Es ist vermutlich der Grund, warum bisher andere Städte und Regierungseinrichtungen noch zögern bei der Einstellung für die App. LINE gehört zu den beliebtesten Messanger-Diensten in Japan und es gibt um die 86 Millionen Nutzer. Die meisten sind aufgrund des Vorfalls nun sehr verunsichert, dazu ist es nicht das erste Cyberproblem, was LINE verzeichnet.

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