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Japans Krankenversicherungen decken neue Krebstherapien mit Kymriah ab

Die japanischen Krankenkassen decken die Kosten einer neuen Therapie zur Behandlung von Leukämie und weiteren hämatologischen Krebsarten ab. Das entschied die japanische Regierung am Mittwoch.

Die Therapie kostet zur Zeit 33,49 Millionen Yen (272.813 Euro) und die Regierung will mit diesem Schritt Patienten deutlich entlasten.

Das Medikament Kymriah wird von Novartis Pharma KK, einer Firma des Pharmariesen Novartis AG mit Sitz in Tokyo, produziert. Ab dem 22. Mai soll es das Arzneimittel, das den höchsten Preis aller Einzelpräparate in Japan hat, verfügbar sein.

Kritiker befürchten allerdings, dass die Entscheidung Auswirkungen auf die Kosten der medizinischen Versorgung Japans haben könnte, da die Bevölkerung immer älter wird.

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Neue Krebstherapie gilt als wirksam

Die Einmaltherapie, bei der die Immunzellen eines Patienten genetisch so verändert werden, dass sie einen vollständigen Angriff auf die Krankheit starten, gilt als wirksam bei Patienten, bei denen die bestehenden Behandlungen nicht funktionieren.

Aktuell trägt der bei der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte in der Regel etwa 10 bis 30 Prozent der Kosten, die in medizinischen Einrichtungen anfallen, während der verbleibende Betrag durch die Versicherung gegen monatliche Prämien gedeckt ist.

Es gibt allerdings eine Obergrenze für monatliche medizinische Zahlungen abhängig vom Einkommen des Versicherten. So müsste beispielsweise ein Patient mit einem Jahreseinkommen zwischen 3,7 Mio. Yen und 7,7 Mio. Yen die Kosten von etwa 410.000 Yen pro Monat tragen, um mit Kymriah behandelt zu werden.

7,2 Milliarden Yen Kosten erwartet

Das Gesundheits-, Arbeits- und Sozialministerium schätzt, dass die Zahl der Patienten, die Anspruch auf das Medikament haben, höchstens 216 Menschen pro Jahr betragen wird und Ausgaben von 7,2 Milliarden Yen pro Jahr generieren wird.

Klinische Tests von Kymriah, auch mit japanischen Patienten, haben gezeigt, dass rund 80 Prozent der Leukämiekranken und etwa 50 Prozent der Lymphomkranken signifikante Verbesserungen der Symptome zeigten.

Zu den Berechtigten gehören Kinder, die 25 oder jünger mit B-Zell-Vorläufer akuter lymphatischer Leukämie und Patienten jeden Alters mit diffusem großem B-Zell-Lymphom, die nicht mit anderen Krebsmedikamenten geheilt werden können.

Quelle: AS, TJT

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