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Lebensgefährlicher Wanderweg

Japans lebensgefährlichster Schrein lockt immer mehr Menschen an

Immer mehr Menschen geben sich in Japan in Lebensgefahr, um einen Schrein in Setana zu erreichen, der der als „lebensgefährlichster Schrein“ im Land bezeichnet wird.

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Der Zugang zum Otasan-Jinjya-Schrein im Bezirk Taisei ist bekannt für seinen gefährlichen Zugang, bei denen sich schon viele Menschen die Knochen gebrochen haben. Außerdem kommt es auch häufig zu Angriffen von wilden Tieren.

Lebensgefährlicher Weg zum Schrein

Trotzdem wollen immer mehr Touristen den Schrein besuchen, da die Pandemie dazu geführt hat, dass Aktivitäten im Freien in Japan sehr beliebt geworden sind und die Menschen versuchen, Menschenmassen zu meiden.

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Der Otasan-Jinjya-Schrein soll zwischen 1441 und 1443 in der Muromachi-Periode (1336-1573) errichtet worden sein, um eine Gottheit zu ehren, die für die Sicherheit der Schifffahrt und gute Fischfänge sorgt.

Obwohl er an der Küste des Japanischen Meeres liegt, wurde das Hauptgebäude in einer Felsenhöhle auf halber Höhe des Berges Otasan errichtet, dem ältesten heiligen Gebirgsziel auf Japans nördlichster Hauptinsel.

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Nachdem man das Torii-Tor am Fuß des Berges durchschritten hat, steht man vor einer steilen Steintreppe, die zur Haupthalle führt. Die 45 Grad steile Treppe besteht aus 139 Stufen und muss an einem Seil, das an der Spitze der Treppe hängt, erklommen werden.

Danach müssen die Besucher eine Weile auf einem Bergpfad wandern, einen Bach überqueren und eine Leiter hinaufsteigen. Der Weg hat steile Hänge und an fast allen Stellen sind Seile angebracht, um den Wanderern zu helfen.

Auf einer Freifläche hinter einem Wald befindet sich eine 16 Meter lange und 1 Meter breite Brücke über ein tiefes Tal. Wenn man auf der Gitterkonstruktion geht, kommt man direkt unter das Hauptgebäude.

Bis dahin dauert es ungefähr eine Stunde, aber damit ist die Reise noch nicht zu Ende. Die Besucher müssen eine sieben Meter hohe senkrechte Felswand hinaufsteigen, als Steighilfe dienen eiserne Ringketten.

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Als Lohn für die ganze Mühe steht man dann in einer Felsenhöhle vor dem Schrein, der die Größe von vier Tatami-Matten hat. Gleichzeitig bietet sich ein beeindruckender Ausblick auf das Japanische Meer mit der Insel Okushirito.

Der Schrein selbst ist sehr klein.
Der Schrein selbst ist sehr klein. Bild: Muronavi5 / Wikimedia

Menschen sollen wegbleiben

Ende Juni wird am Schrein ein Fest abgehalten, für das sich junge Menschen in weißen Kostümen auf den gefährlichen Weg machen, um zur Haupthalle zu gehen und dort für die Sicherheit auf See zu beten.

Obwohl das Fest seit zwei Jahren wegen des Ausbruchs von COVID-19 abgesagt wurde, strömten im vergangenen Sommer zahlreiche Touristen zum Schrein, darunter auch einige von außerhalb Hokkaidos.

Sao Kawamura, ein Vertreter der örtlichen Gruppe von Anhängern des Schreins, sagte, er wolle nicht, dass so viele Menschen den Schrein kennenlernen, da der Aufstieg sehr gefährlich ist und es nicht selten zu Steinschlägen und Angriffen von Bären kommt.

Auch auf der offiziellen Tourismus-Webseite der Präfektur Hokkaido wird von einem Besuch abgeraten.

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