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HomeNachrichten aus JapanJapans Magnetschwebebahn steht weiterhin unter einem schlechten Stern

Kosten auf über 10 Billionen Yen gestiegen

Japans Magnetschwebebahn steht weiterhin unter einem schlechten Stern

Die Magnetschwebebahn „Maglev“, die Tokyo  mit Nagoya verbinden soll, hat ziemliche Probleme, seit die Präfektur Shizuoka den Bau von Tunneln für den Zug verboten hat.

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Geplant war der Start eigentlich im Jahr 2027, der allerdings nicht mehr eingehalten werden kann, denn die Strecke muss durch die Präfektur laufen, die allerdings befürchtet, dass das Wasservolumen des Flusses Oigawa durch die Bauarbeiten verändert werden könnte. Der Fluss ist die Lebensgrundlage für viele Einwohner der Präfektur.

JR Tokai versucht Kommunalverwaltungen auf seine Seite zu ziehen

Der Bauherr JR Tokai versucht zurzeit die Kommunalverwaltungen in der Präfektur auf seine Seite zu ziehen, aber die Gespräche befinden sich aktuell noch in einem sehr frühen Stadium.

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Wann die Magnetschwebebahn startet, hängt also buchstäblich in der Schwebe. Was allerdings feststeht ist, dass die Gesamtkosten des Projekts mittlerweile auf 10,5 Billionen Yen (ca. 79 Milliarden Euro) gestiegen sind.

Die in Nagoya ansässige Eisenbahngesellschaft begann 2014 mit den Arbeiten an der Strecke Shinagawa-Nagoya, nachdem die japanische Regierung den Plan genehmigt hatte. Immerhin sieht man in Japan in dem Projekt die Möglichkeit China die Stirn in einem lukrativen Markt bieten zu können.

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Der Gouverneur von Shizuoka, Heita Kawakatsu, machte jedoch 2017 deutlich, dass er dem Unternehmen keine Genehmigung für den ersten Spatenstich in seiner Präfektur erteilen würde, und begründete dies mit Umweltschäden.

Shin Kaneko, Präsident von JR Tokai, sagte 2019, dass Verzögerungen bei den Arbeiten in der Präfektur Shizuoka den Starttermin für den Betrieb der Magnetschwebebahn verschieben könnten.

Kaneko führte 2020 Gespräche mit Kawakatsu, doch die Präfekturregierung weigerte sich weiterhin, die Bauarbeiten zu genehmigen. Damit platze der anvisierte Starttermin der Strecke.

Verzögerung beim Bau der Magnetschwebebahn führt zu weiteren Problemen

Seit etwa 18 Monaten diskutiert das Expertengremium darüber, wie stark die Bauarbeiten den Wasserstand des Flusses Oigawa senken würden.

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Der Zwischenbericht des Gremiums besagt, dass die Wasserstände im Mittel- und Unterlauf des Flusses unter bestimmten Bedingungen unverändert bleiben werden. Diese Meinung deckt sich mit den Argumenten von JR Tokai.

Die Präfektur plant zwar den Bericht nicht komplett anzweifeln, allerdings will sie die Zuverlässigkeit der in der Studie verwendeten Daten in Frage stellen.

Die Verzögerung der Eröffnung der Magnetschwebebahn hat bereits Auswirkungen auf Stadtentwicklungsprojekte in Versorgungsgebieten.

So hat unter anderem die Nagoya Railroad Co. ihre Pläne für den Bau eines Hochhauses außerhalb des Bahnhofs Nagoya bis 2027 zurückgestellt.

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