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Infizierungen könnten explosionsartig zunehmen

Japans Maßnahmen gegen das Coronavirus funktionieren, Experten warnen allerdings

Die Maßnahmen, die Japan gegen die Ausbreitung des Coronavirus unternommen hat, funktionieren. Experten sind sich allerdings sicher, dass es zu einer explosionsartigen Ausbreitung der Infektionen kommen kann.

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Eine Expertengruppe beriet sich am 19. März mit der japanischen Regierung und forderte Organisatoren auf, auf große öffentliche Veranstaltungen weiter zu verzichten.

Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen mit dem Coronavirus zeigen in Japan Wirkung

Die Gruppe bewertete die bisher unternommenen Schritte in Japan zur Eindämmung des Coronavirus und gab an, dass die Maßnahmen wirksam sind, obwohl sich das Virus in einigen Bereichen verbreitet hat.

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Es wird erwartet, dass die Regierung in den kommenden Wochen Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckung auf der Grundlage der Einschätzung und der Empfehlungen des Gremiums abwägt.

Bei einem Treffen am 24. Februar warnte das Gremium, dass Japan auf eine rasche Zunahme von Infektionen zusteuere, wenn die Menschen keine angemessenen Vorsichtsmaßnahmen treffen würden.

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Das Gremium forderte die Öffentlichkeit auf, sich von geschlossenen Räumen mit schlechter Belüftung sowie von Orten fernzuhalten, an denen sich große Menschenmengen versammeln, und sich nicht mit anderen in unmittelbarer Nähe zu unterhalten.

Die Nichtbeachtung dieser drei grundlegenden Richtlinien erhöhte das Risiko einer Infektion.

Ausnahmezustand in Hokkaido hat die Infektionsrate verlangsamt

In seiner jüngsten Bewertung am 19. März sagte das Gremium, dass Hokkaido, das am stärksten betroffene Gebiet Japans Ende Februar, die Ansteckung bis zu einem gewissen Grad verlangsamen konnte, nachdem der Gouverneur der nördlichsten Hauptinsel den Ausnahmezustand erklärt hatte.

Es wurde festgestellt, dass sich das Virus unweigerlich ausbreitet, wenn eine infizierte Person mehr als eine Person infiziert.

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In Hokkaido war die Rate ungefähr eins, bevor der Gouverneur den Ausnahmezustand erklärte. Aber nach der Erklärung gab es viele Tage, an denen die Zahl unter eins lag. Die Zahl der Neuerkrankungen in Hokkaido ist in den letzten Tagen gesunken.

Das Gremium äußerte sich jedoch alarmiert über einen Anstieg der Infektionen in anderen städtischen Gebieten.

Neuinfektionen waren besonders häufig in Einrichtungen, die von Senioren genutzt werden, einer Altersgruppe, die am anfälligsten für die durch das neue Coronavirus ausgelösten Lungenentzündung ist.

Bei vielen neuen Fällen kann der Übertragungsweg nicht identifiziert werden

In vielen Teilen des Landes sind auch Infektionscluster aufgetreten, und die Zahl neuer Fälle, in denen die Übertragungswege nicht ausfindig gemacht werden konnten, nehmen zu.

Wenn sich diese Trends in den kommenden Wochen fortsetzen, warnten die Experten, dass dies zu einer Explosion von Coronavirus-Fällen führen könnte.

Um eine derart alarmierende Situation abzuwenden, forderte das Gremium die Regierung auf, Arbeitskräfte zu sichern, um Experten bei der frühzeitigen Erkennung von Infektionsclustern und der Identifizierung bereits infizierter Personen zu unterstützen.

Die Entscheidung, wann ein freiwilliges Verbot von öffentlichen Großveranstaltungen verhängt oder aufgehoben werden soll, sollte auf der Grundlage des Anstiegs der Infektionen in lokalen Regionen beurteilt werden, nicht landesweit.

Das Gremium empfiehlt, dass in Präfekturen ohne bestätigte Infektionen die lokalen Behörden mit risikoarmen Schulaktivitäten, Sportveranstaltungen im Freien sowie Kultur- und Kunstausstellungen an öffentlichen Orten beginnen sollten, nachdem die Risiken solcher Versammlungen bewertet wurden.

Wirksamkeit von Schulschließungen nicht einschätzbar

In Bezug auf landesweite Schulschließungen sagte das Gremium, es sei schwer endgültig zu entscheiden, ob es einen Einfluss auf die Eindämmung der Ausbreitung des Virus hatte.

Zum freiwilligen Verbot großer öffentlicher Veranstaltungen sagte das Gremium, es sei auch schwierig zu beurteilen, wie effektiv die Maßnahme gewesen sei.

Die Organisatoren wurden aufgefordert, die Risiken weiterhin zu bewerten und mit Vorsicht zu entscheiden, da Großereignisse neue Infektionen auslösen können.

MA

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