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Um Japans Energiehunger zu stillen

Japans neuer Wirtschaftsminister will mehr Atomreaktoren ans Netz bringen

Japans neuer Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura sagte in einem Interview, dass er mehr als zehn Atomreaktoren wieder ans Netz bringen will, um auf eine mögliche Versorgungslücke im Sommer nächsten Jahres vorbereitet zu sein.

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Bislang sind in Japan zehn Reaktoren mit der Zustimmung von den Gemeinden, in denen sie stehen, wieder ans Netz gegangen, nachdem sie die strengeren Verschriften, die von der Atomaufsichtsbehörde nach der Katastrophe 2011 erlassen wurden, erfüllt hatten.

Wiederinbetriebnahme der Atomreaktoren widersprechen Energieplan

Die japanische Regierung hatte in ihrem Plan zur Umweltpolitik vor einiger Zeit die maximale Nutzung von Atomreaktoren angekündigt, um so den Energiehunger zu stillen und gleichzeitig den Kohlendioxidausstoßes des Landes zu reduzieren.

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Allerdings steht diese Aussage im Widerspruch zum Energieplan der Regierung, in dem es heißt, dass man die Abhängigkeit von der Atomenergie so weit wie möglich reduzieren will.

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Nishimura geht davon aus, dass neun Reaktoren rechtzeitig ans Netz gehen werden, um den befürchteten Engpass bei der Stromversorgung in diesem Winter zu verhindern.

Um sicherzustellen, dass in den kommenden Monaten mehr Reaktoren in Betrieb genommen werden, sagte Nishimura, die Regierung müsse auch daran arbeiten, das Verständnis und die Zusammenarbeit der lokalen Behörden in der Frage der Wiederinbetriebnahme zu sichern.

Gleichzeitig dämpfte der Minister auch die Spekulationen über den Bau neuer Reaktoren oder eine Laufzeitverlängerung alter Atomkraftwerke, eine Idee, die von einigen Teilen der japanischen Politik unterstützt wird.

„Ich ziehe sie im Moment nicht in Betracht“, so Nishimura zu der Frage.

Selbstgemachte Probleme mit der Stromversorgung

In Japan stehen die meisten Atomkraftwerke, wegen der strengeren Sicherheitsvorschriften still. In den letzten Jahren wurden zudem viele Wärmekraftwerke wegen Überalterung abgeschaltet und der beim Ausbau erneuerbarer Energien kommt das Land kaum voran.

Dies hat dazu geführt, dass es immer wieder Probleme mit der Stromversorgung gibt, zuletzt wegen der Hitzewelle. Die Regierung hatte mehrmals die Menschen und Unternehmen dazu aufgerufen, Strom zu sparen, damit es nicht zu Ausfällen kommt und plant ein Punktesystem, um zum Stromsparen zu animieren.

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