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Home News Japans Polizei stellte 2019 mehr als 15.000 Verstöße von Verkehrsdränglern fest

Gefährliches Fahren soll härter bestraft werden

Japans Polizei stellte 2019 mehr als 15.000 Verstöße von Verkehrsdränglern fest

Die japanische Polizei hat schon letztes Jahr angekündigt, dass sie vermehrt gegen rücksichtslose Autofahrer vorgehen wird. Aktuelle Zahlen aus dem letzten Jahr bestätigten, dass stärker durchgegriffen wurde. Unter anderem gab es mehr als 15.000 Fälle wegen zu dichtem Auffahren.

Insgesamt verpasste die japanische Polizei 15.065 Autofahrern einen Strafzettel wegen eines Verstoßes gegen den Sicherheitsabstand. Im Vergleich zu 2018 ist das ein Anstieg von 2.040 Fällen. Die steigende Zahl erklären sich die Behörden damit, dass sie verschärft gegen die Fahrer vorgehen. 90 Prozent der Gesamtfälle ereigneten sich auf Schnellstraßen. Das Verstoßen gegen die Reglung im Straßenverkehrsgesetz fällt dabei unter den Tatbestand von rücksichtslosem Fahren.

Polizei arbeitet an härteren Strafen

33 Fälle wurden dazu als gefährliches Fahren mit Todes- oder Verletzungsfolge eingestuft, wobei es einen Todesfall gab. Die Zahl ist für letztes Jahr um acht Fälle angestiegen. Unter dem anderen Gesetz müssen Fahrer mit Strafen rechnen, wenn das gefährliche Fahren zu Todesfällen oder Verletzten führt.

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Diese Art von Fahren ist dabei ein großes Problem in Japan. Nicht nur die zu geringen Abstände sind eine Gefahr, ebenfalls neigen einige Autofahrer dazu, plötzlich zu bremsen oder die Spur einfach zu wechseln.

Die Polizei begann, auf die Situation zu reagieren, als ein Pärchen bei einem Unfall 2017 auf dem Tomei Expressway wegen eines Straßenrowdys zu Tode kam und ihre zwei Töchter verletzt wurden.

Um noch besser gegen solche Fälle vorzugehen, überlegt die nationale Polizeibehörde, ob sie eine neue Klausel in das Gesetz einbauen. Laut ihr soll es dann keine spezifischen Bestimmungen mehr zur Bestrafung von Straßenrowdys geben.

Das bedeutet unter anderem, dass die Beamten sofort den Führerschein widerrufen dürfen und dass es Gefängnisstrafen geben soll. Bis jetzt ist es nur möglich, den Führerschein für 180 Tage einzubehalten. 2019 wurden unter der aktuellen Reglung 52 Führerscheine eingezogen, was ein Anstieg von zehn Fällen ist. Einen Gesetzentwurf zu der Überarbeitung der Reglung will die Polizei noch in der laufenden Sitzung des Parlaments vorlegen.

Kyodo

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