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Japans Polizei sucht Bewerber mit kreativen Plakataktionen

Mit viel Kreativität auf der Suche nach Nachwuchs

Die japanische Polizei hat damit begonnen neue Rekruten mit ausgefallen Plakataktionen zu suchen. Ziel ist es dem massiven Rückgang von Bewerbern entgegenzuwirken.

Viele Menschen glauben, dass das Arbeitsumfeld der japanischen Polizei im Allgemeinen ein hart, beängstigend und gefährlich ist. Mit den neuen Plakaten will man allerdings zeigen, dass es eine Arbeit ist, die sich lohnt und die auch eine humorvolle Seite hat.

Nach Angaben der japanischen Polizeibehörde ist die Zahl der Bewerber, die an den Einstellungsprüfungen der Polizei teilnehmen, seit 2010 rückläufig. 2017 haben 85.531 Personen an der Prüfung teilgenommen.

Neben dem Problem mit dem Arbeitskräftemangel in Japan, hat die verbesserte Wirtschaftslage dazu geführt, dass sich junge Menschen lieber bei privaten Unternehmen bewerben, da dort die Bezahlung besser ist.

Men in Black als Vorlage für die Polizei

Bereits im Frühjahr dieses Jahres veröffentlichte die Polizei in der Präfektur Aichi ein Plakat, das nach Angaben der Designer auf dem Entwurf für den Film „Men in Black – International“ basiert. Auf dem Kinoplakat sind die Schauspieler mit Waffen zu sehen, in der Version der Polizei in Aichi werden dafür Schlagstöcke gezeigt und Verkehrszeichen. Der Werbeslogan auf dem Plakat enthält die Initialen von Men in Black: „Maji de Ima Boshuchu“, was so viel heißt wie „Im Ernst, wir stellen jetzt ein“.

Die Polizei in der Präfektur Aiichi hat sich Men in Black als Vorlage genommen
Die Polizei in der Präfektur Aiichi hat sich Men in Black als Vorlage genommen

Ein Verantwortlicher für die Kampagne sagte dazu: „Ich möchte, dass die Leute sehen, dass dies ein unterhaltsamer Arbeitsplatz sein kann, mit einem Verständnis für Humor.“

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Kannst Du mich fangen?

Ein anderes Plakat der Polizei zeigt einen maskierten, gut gekleideten Dieb, der neue Rekruten mit der Botschaft: „An alle jungen Leute, die Nara lieben. Glaubst du, du kannst mich fangen? Ich bin gespannt darauf zu sehen, was du machst.“

die Polizei der Präfektur Naga wirbt mit einem Dieb, der Bewerber herausfordert
die Polizei der Präfektur Naga wirbt mit einem Dieb, der Bewerber herausfordert

Das Plakat der Polizei in Ibaraki hat die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil es in einem eigenwillig veränderten ukiyoe-Holzschnitt des Künstlers Sanjushichi Segawa wirbt. Es zeigt einen uniformierten Polizisten, der gerade dabei ist Natto zu essen. Der Slogan auf dem Plakat sagt: „Wir stellen Leute mit Haftkraft ein“.

Das Plakat der Polizei in Ibaraki
Das Plakat der Polizei in Ibaraki

(Natto ist fermentierte Sojabohnen, die sehr klebrig sind, a.m.d.R)

In Osaka konzentriert man sich darauf, die Vorteile der Polizei hervorzuheben. Auf einer Titelseite eines Modemagazin hieß es dazu: „Die Beschäftigungsvorteile sind wirklich erstaunlich“ und „Der Job ist zufriedenstellend, die Bezahlung ist gut und beides steigt in jedem Schritt.“ Ein Sprecher der Polizei in Osaka sagte dazu: „Leistung für Arbeitnehmer sind eine der Vorteile der Polizei. Wir haben es geschafft, dies gut zu vermitteln.“

Polizei in Osaka will die Vorteile des Jobs aufzeigen
Osaka will die Vorteile des Jobs aufzeigen

Auch Eltern werden ins Visier genommen

Da Eltern oft im Bewerbungsprozess der Kinder involviert sind, haben sich einige Polizeistellen entschlossen, die Kampagnen an die Eltern zu richten. Die Polizei in der Präfektur Saga hat ein Plakat entworfen, das an das populäre Drama „Seibu Keisatsu“ erinnert.

Die Polizei in Saga umwirbt die Eltern
Die Polizei in Saga umwirbt die Eltern

Viel Aufmerksamkeit für eine Werbekampagne bedeutet allerdings nicht, dass sich die Anzahl der Bewerber erhöht. Viele Rekrutierungsbeamte sind der Meinung, dass es noch weitere Maßnahmen benötigt. Dazu gehören die Einrichtung weiterer Praktikantenprogramme und aggressive Rekrutierungsbemühungen im Internet.

In Deutschland wird übrigens mit dieser kreativen Art für Polizei-Nachwuchs geworben.

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