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Japans Premierminister Abe sorgt erneut für Gesprächsstoff

Der japanische Premierminister Shinzo Abe sorgt im Land für erneuten Gesprächsstoff. Nachdem er und seine Parteimitglieder Anfang Juli unter starken Beschuss wegen einer fröhlichen Trinkfeier geraten waren, scheint sich ähnliches zu wiederholen.

Am 25. Juli gab der amtierende Premierminister Japans ein erneutes Abendessen. Dieses Mal waren etwa 30 Abgeordnete seiner Heimatpräfektur Yamaguchi in seine Residenz geladen worden. Doch um den Vorfall von damals zu mildern und einen anderen Eindruck beim Volk zu hinterlassen, verzichtete der Gastgeber auf den Ausschank von Alkohol. Zudem wurde den Gästen nahe gelegt, sich ruhig zu verhalten, damit nicht wieder der Eindruck entstehe, es handele sich um ein erneutes Trinkgelage.

Damit wurde dieses Mal Rücksicht genommen auf die Opfer des Starkregens, der Anfang des Monats Westjapan überrollte. Damals, am 5. Juli, kam es zu einer alkoholisierten Party mit Mitgliedern der Liberal-Demokratischen Partei LDP. Der Zeitpunkt der Feier war ungünstig, denn an diesem Tage wurden die Unwetterwarnungen für Westjapan herausgegeben, denen dann die Jahrhundertkatastrophe folgte. Ein Foto der Party wurde außerdem auf Twitter veröffentlicht. Damit zogen sich Abe und die Beteiligten den Zorn der Bevölkerung zu, besonders der Betroffenen des Unwetters. Seitdem verzichtet der japanische Premierminister auf derartige späte Feierlichkeiten.

Das aktuelle Abendessen fand relativ früh am Abend statt. Abe verließ gegen 18:42 Uhr Ortszeit sein Büro in Richtung seines Amtssitzes, wo er übernachtete. Die 30 Abgeordneten verließen gegen 20:30 Uhr bereits die Residenz. Tamotsu Tomoda, Generalsekretär des Präfekturkapitels der LDP, gab an, nur einen Rundgang durch die Residenz gemacht zu haben. Tatsächlich wurde ein Abendessen veranstaltet, bei dem es Bento-Boxen und nicht-alkoholische Getränke gab. Zudem machten die Abgeordneten ein Foto mit dem Premier.

Abe betonte während der Zusammenkunft die Wichtigkeit des Aufbaus der zerstörten Gebiete sowie die zukünftige Prävention solcher Katastrophen. Die Teilnehmer des Essens wurden von Tomoda aufgefordert, von Veröffentlichungen der Zusammenkunft Abstand zu nehmen. Damit sollte zum einen Rücksicht auf die Flutopfer genommen werden. Zum anderen dient es auch der Vermeidung erneuter Kritik.

Quelle: The Mainichi

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