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Home News Japans Premierminister besucht vor dem 9. Jahrestag des Tsunamis Fukushima

Shinzo Abe besuchte Eröffnungsfeiern von Projekten für den Wiederaufbau

Japans Premierminister besucht vor dem 9. Jahrestag des Tsunamis Fukushima

In wenigen Tagen jährt sich das Tohoku-Erdbeben und der folgende Tsunami zum neunten Mal. Besonders hart traf es 2011 die Präfektur Fukushima, die zusätzlich noch mit der nuklearen Katastrophe am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi kämpfen musste. Vorab zum Jahrestag reiste der japanische Premierminister Shinzo Abe in die Präfektur.

Am Samstag reiste Abe in die Region, um den Opfern zu gedenken. An dem Friedhof der Stadt Namie legte er Blumen nieder und betete für die Verstorbenen. Weiter besuchte er noch am selben Tag die Stadt Futaba in der Nähe. Erst diesen Monat wurde der Evakuierungsbefehl für die Gemeinde teilweise aufgehoben. Sie gilt damit offiziell wieder als sicher genug und Bewohner können theoretisch wieder zurück in die Häuser.

Zugverkehr wird wieder aufgenommen

Abe besuchte in der Stadt unter anderen den Bahnhof, der zum neu eröffneten Bereich gehört. Der Bürgermeister Shiro Izawa informierte ihn über die Wiederaufbaubemühungen, mit der sie die Stadt wiederbeleben wollen. Die ersten Züge auf der Joban Linie sollen bereits am 14. März wieder durch Futaba fahren. Seit 2011 gab es keinen Zugverkehr mehr durch die Gemeinde.

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Abe schaute sich an dem Tag noch mehr an und nahm an der Eröffnungsfeier eines neuen Autobahnkreuzes in der Nähe von Fukushima Daiichi. Der neue Verkehrsknotenpunkt soll es den Bewohnern und Fahrzeugen von der Anlage besser ermöglichen, nach Futaba zu kommen. Zurzeit wird das Kernkraftwerk weiterhin stillgelegt und abgebaut.

Nur mit Fukushima ist Japan vollständig

Abe nahm am selben Tag noch an der Eröffnungsfeier der weltweit größten Wasserstoffproduktionsanlagen in Namie teil. Er inspizierte dabei die Anlage und probierte ein wasserstoffbetriebenes Auto aus. Abe wünscht sich, dass die Menschen zusammenarbeiten, um ein neues Fukushima aufzubauen, wo nicht nur die ehemaligen Evakuierten hinkommen und leben.

Aus dem Grund will die Regierung Subventionen erhöhen, um ein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Allgemein wollen sie die Zuwanderung in der Präfektur fördern. Abe betont dabei, dass ohne den Wiederaufbau von Fukushima Japan nie sich vollständig erholen wird. Tatsächlich gelten viele Gebiete wieder als bewohnbar. Die meisten Evakuierten wollen jedoch nicht zurück. Oft haben sie in anderen Regionen ein neues Zuhause gefunden oder sie fürchten weiterhin die Strahlung in den Gebieten.

NHK

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