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Maske sei wegen größerer Auswahl nicht nötig

Japans Premierminister trägt eigene Gesichtsmasken nicht mehr

In den letzten Tagen sorgten die sogenannten Abenomask erneut für viel Gesprächsstoff. Der wiederverwendbare Mundschutz aus Stoff wurde von der Regierung kostenlos in Japan verteilt, um gegen den Maskenmangel vorzugehen. Allerdings gab es zahlreiche Probleme und im Nachhinein war es nur eine große Geldverschwendung.

Trotzdem war bis vor Kurzem noch geplant erneut Masken zu verteilen. Mittlerweile scheint die Regierung von der Idee abgekommen zu sein und selbst der Premierminister trägt keine Abenomask mehr.

Bevölkerung soll weiterhin eine Maske tragen

Tatsächlich gab Premierminister Shinzo Abe am Montag bekannt, dass er den Mundschutz nicht mehr trägt. Auf die Frage, wieso er die so hochgepriesene Maske nicht mehr verwendet, gab er an, dass es nun wieder mehr verschiedene andere Optionen gibt. Bereits seit Samstag ist er nun mit einem anderen Mundschutz zu sehen. Zuvor war er seit April mit Beginn der Verteilung der Masken durchgehend mit einer Abenomask zu sehen.

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Gegenüber Reportern erklärte er, dass er gerade auch eine Stoffmaske trage und er bitte die Bevölkerung das auch zu tun. Es seien nun mehr verschiedene Masken erhältlich und die Menschen sollen zusammenarbeiten im Kampf gegen die Pandemie und deswegen eine Gesichtsmaske tragen.

Die Bevölkerung vermutet jedoch eher, dass auch Abe nicht wirklich glücklich mit dem Stück Stoff ist. Auf mehreren Bildern ist zu erkennen, dass die Abenomask bei ihm ebenfalls deutlich zu klein ist und nicht richtig sitzt. Ein Problem, was von der Regierung komplett ignoriert wurde.

Weitere Masken werden gestrichen

Dazu kamen zahlreiche Fälle von Kontaminierung oder defekten Masken. Die sehr lange Lieferzeit in einigen Regionen führte zusätzlich dazu, dass die Bevölkerung den Mundschutz als absolut nutzlos ansieht und ihn deswegen mittlerweile abwertend als Abenomask bezeichnet.

Der Plan für die weiteren 80 Millionen Abenomask für Pflegeeinrichtungen und Kindergärten wurde nach massiver Kritik gestrichen. Die Oppositionsparteien hatten die Lieferung als ineffizient und sehr verschwenderisch bezeichnet. Es wurde deswegen überlegt nur an Einrichtungen den Mundschutz zu liefern, die auf Wunsch auch wirklich welche haben wollen.

Insgesamt wurden mehr als 130 Millionen Masken in Japan verteilt, was den Staat umgerechnet mehrere Millionen Euro kostete. Aufgrund der zahlreichen Verzögerungen, die durch die Probleme entstanden, gibt es aktuell keine wirklich genauen Zahlen zu den Ausgaben.

MS

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