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Premierminister besucht ehemaliges Katastrophengebiet

Japans Premierminister verspricht allen Fukushima-Evakuierten eine Rückkehr

Demnächst jährt sich zum zehnten Mal die nukleare Katastrophe in Fukushima. Viele Menschen haben dadurch für immer ihr Zuhause verloren. Der Premierminister macht nun jedoch Mut. Er will allen Evakuierten eine Rückkehr in ihre Heimat ermöglichen.

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Am Samstag besuchte Premierminister Yoshihide Suga die Stadt Okuma in der Präfektur Fukushima. In der Stadt befindet sich zum Teil das zerstörte Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, weswegen sie lange wegen der radioaktiven Strahlung unzugänglich war.

Alle Evakuierte sollen wieder zurückkommen können

Komplett sicher ist die Stadt jedoch weiterhin nicht. Die direkte Umgebung rund um das Kernkraftwerk gilt immer noch als absolute Sperrzone für Zivilisten und der Bereich wird als schwer zurückzugewinnende Zone bezeichnet.

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Bei seinem Besuch schaute sich Suga auch den neuen Geschäftskomplex an, der im Frühling im Ogawaa Distrikt seine Eröffnung feiern wird. In dem Bezirk wurde erst vor zwei Jahren der Evakuierungsbefehl aufgehoben und die Menschen durften wieder zurückkommen. Der Bürgermeister von Okuma, Jun Yoshida, klärte Suga über die Fortschritte beim Wiederaufbau auf und was das neue Gebäude für eine Bedeutung hat.

Suga erklärte Yoshida, dass die Regierung weiterhin vorhat alle Evakuierungsbefehle aufzuheben, auch wenn es noch etwas dauern kann. Er verstand dabei, dass die Evakuierten unter einer enormen Belastung stehen und er versicherte, dass die Regierung ihnen allen eine Rückkehr in ihr Zuhause ermöglichen will.

Fukushima hat weiterhin verseuchte Gebiete

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Anschließend besuchte Suga ebenfalls die Stadt Futaba, die den anderen Teil des Kernkraftwerks beherbergt. Die Stadt gilt weiterhin als Sperrgebiet und Menschen ist es größtenteils untersagt sie länger zu betreten. Der Premierminister nutze seinen Besuch, um sich das Gebiet um die JR Futaba Station anzugucken.

Es ist eins der wenigen Gebiete, bei denen der Evakuierungsbefehl schon aufgehoben ist. Erst seit einem Jahr ist das Gebiet wieder zugänglich, da auch die Bahnstrecke entlang der Küste wieder komplett genutzt wird.

Der Abschluss von Sugas Reise bildete ein Besuch in der Stadt Namie und der Stadt Minamisoma, die auch beider schwer von der Katastrophe getroffen wurden. Er traf dabei einige Einwohner und schaute sich die Entwicklung zum Wiederaufbau der Industrie an. Für Suga ist es bereits die zweite Reise in die Präfektur, seitdem er Premierminister ist.

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