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Mehr Unterstützung für Frauen

Japans Premierminister verspricht, die Rolle der Frau zu stärken

Japan hängt weiterhin bei der Gleichberechtigung der Geschlechter im internationalen Vergleich deutlich zurück. Japans Premierminister versprach jetzt, dass er die Rolle der Frau deutlich stärken will.

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Fumio Kishida äußerte sich am Samstag während der „World Assembly for Women“ in Tokyo zur Unterstützung der japanischen Wirtschaft. Er ging dabei besonders auf die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen ein. Für ihn spiele sie eine tragende Rolle in seiner „neuen Form des Kapitalismus“.

Premierminister verweist auf bisherige Maßnahmen

Kishida versprach, dass er die Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung der Rolle der Frau in Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft stärken will. Zu den Maßnahmen von Japan gehört es, große japanische Unternehmen zur Beseitigung von Lohnunterschieden zwischen den Geschlechtern aufzufordern.

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Väter will man hingegen mit einem neuen System dazu ermutigen, Vaterschaftsurlaub zu nehmen, um Mütter zu entlasten. Bisher zeigten Bemühungen in diesem Bereich allerdings nur wenig Wirkung.

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Kishida sprach auch die Situation von Frauen im Gesundheitswesen an und wie sie gezwungen wurden, sich Covid-19 auszusetzen, und sprach von einer „Schattenpandemie“. In seiner Rede ging er auch auf die sexuelle Gewalt ein, die ukrainische Frauen in den letzten Monaten durch russische Soldaten erfahren haben.

Japan hat viel Nachholbedarf

Die Länder sollten die Situation der Frauen weltweit untersuchen, damit ihre Chancen verbessert und ihre Rechte geschützt werden, so Kishida in seiner Rede.

Japan lag zuletzt beim Gender Gap Index nur auf Platz 116 von 146. Unter den G7-Staaten ist das Land deswegen wenig überraschend das Schlusslicht. Bei dem Treffen in Tokyo war auch der isländische Präsident Gudni Johannesson anwesend, dessen Land die Rangliste anführt.

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