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Erstmalig feuert ein Mann mit Pompons ein Fußballteam an

Japans Profi-Fußballiga erhält ersten männlichen Cheerleader

Auch die Japaner mögen ihren Fußball sehr und die Profi-Fußballiga hat eine Menge Fans. Ein kleiner Unterschied zur deutschen Bundesliga dürften jedoch die Cheerleader sein, die in Japan fester Bestandteil des Sports sind. Ende Juli gab es jetzt eine Premiere, den nun hat die J-League ihren allerersten männlichen Cheerleader.

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Am 25. Juli feierte der 23 Jahre alte Takara Yoneoka als Cheerleader des Zweitliga-Teams Avispa Fukuoka sein Debüt. Zum ersten Mal trat er mit 12 weiteren Cheerleadern des Cheer Dance Team RFC im Best Denki-Stadion in Fukuoka auf. Es war das erste Spiel der Saison, da aufgrund von Covid-19 sämtliche Matches ausgefallen waren. Yoneoka schien dabei seinen Job gutzumachen, denn das Team gewann zur Freude der Fans.

Yoneoka fühlt sich geehrt

Avispa Fukuoka entschied sich diese Saison dafür, dass RFC einzigartig für den Verein werden soll und arbeitet mit dem Team mehr zusammen. Sie entschieden sich deswegen einen Mann ins Team aufzunehmen. Yoneoka erschien ihnen aufgrund seiner Fähigkeiten und Leistungen genau der richtige zu sein. Tatsächlich gibt es immer mehr männliche Cheerleader in Japan, auch, wenn man sie kaum in der Öffentlichkeit sieht.

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Im Interview erklärte Yoneoka, der Teilzeit Lehrer in einer Highschool ist, dass er wegen der vielen Zuschauer sehr nervös war. Trotzdem habe er sich gut gefühlt und zeigte mit zahlreichen akrobatischen Einlagen sein Können. Für ihn sei es eine Ehre der erste männliche Cheerleader der J-League zu werden und er liebt es zu tanzen.

Cheerleading ist nicht nur für Frauen

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Yoneko begann schon mit fünf Jahre mit Twirling, da seine Mutter eine Trainingsklasse leitete. Er wurde so gut, dass er Japan bei den International Baton Twirling Federations Grand Prix vertrat und dreimal hintereinander Silber gewann.

Cheerleader zu werden war für ihn eher eine überraschende Entscheidung und zu Anfang glaubte er, dass es nur ein Sport für Frauen sei. Dazu sind die Bewegungen anders, die Pompons viel leichter als ein Stab und dazu muss ständig gelächelt werden. Am Ende nahm Yoneoka die Herausforderung an und trainierte hart.

Es gab jedoch noch einen zweiten Grund, warum er trotz vollen Terminplans den Job annahm. In Japan gibt es keine professionellen Barton Twirler. Erwachsene Sportler sind meistens nur in Musicals oder im Zirkus aktiv. Die Mehrheit gibt jedoch meisten mit dem Erwachsen werden mit der Disziplin auf. Yoneoka will deswegen als eine Art Vorbild dienen und zeigen das Cheerleading auch eine Möglichkeit ist und dass auch Männer so etwas machen können.

MS

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