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Japans Rechnungshof bemängelt Ausgaben für Olympia 2020

Der japanische Rechnungshof hat die Ausgaben für Projekte, die mit den Olympischen Spielen und den Paralympics 2020 in Zusammenhang stehen, stark bemängelt.

Denn laut dem Rechnungshof liegt die bisher ausgegebene Summe bereits bei mehr als dem fünffachen der ursprünglichen Schätzung. Vorstandsmitarbeiter des Rechnungshofes sagten am Donnerstag, dass die Staatsausgaben bereits bei etwa 800 Milliarden Yen (etwa 6.104.000 Euro/rund 7 Milliarden Dollar) liegen.

Die Kosten wurden eigentlich auf 1,3 Milliarden Dollar geschätzt. Die Schätzung von 1,3 Milliarden Dollar ist Teil eines Kostenteilungsplans der Tokyoter Stadtregierung, der Nationalregierung und dem Organisationskomitee der Spiele. Die drei Parteien hatten sich auf diese Summe für die Spiele geeinigt und eine Vereinbarung getroffen, wer wie viele Gelder zusteuert. Die geschätzten Gesamtkosten lagen allerdings bei 11,8 Milliarden Dollar. Von dieser Summe sollte die Tokyoter Stadtregierung und das Organisationskomitee je 5,25 Milliarden Dollar übernehmen. Die restlichen 1,3 Milliarden sollte die Nationalregierung tragen.

Doch nach aktuellen Untersuchungen gaben Vorstandsmitglieder bekannt, dass mehr als 7 Milliarden Dollar für 286 Projekte von 14 Ministerien und Agenturen von 2013 bis 2017 ausgegeben wurden. Offenbar sind im Vorfeld der Spiele mehr Ausgaben notwendig, wie mitgeteilt wurde. Doch nun wurde die Regierung vom Rechnungshof aufgefordert, klarzustellen, wie das Geld ausgegeben wird. So soll das Verständnis der Öffentlichkeit gewonnen werden. Mitarbeiter der Regierung haben eine andere Meinung. Laut ihren Überprüfungen wurden seit dem Geschäftsjahr 2016 insgesamt 1 Milliarde Dollar für Projekte, die in direktem Zusammenhang mit dem Management der Olympischen Spiele stehen, vom Staat ausgegeben.

Das Kabinnettssekretariat, das für die Spiele zuständig ist, sagte in einer Erklärung, dass es die Feststellung des Vorstands ablehnt. Laut dem Sekretariat beinhalten die Zahlen des Vorstands Ausgaben für Projekte, die nicht direkt mit den Spielen zusammenhängen. Unter anderem der Kauf von Elektrofahrzeugen. Laut dem Sekretariat sei es unvernünftig, diese Kosten als Ausgaben im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen und den Paralympics zu betrachten. Dafür würden sie aber mit den betroffenen Ministerien und Behörden zusammenarbeiten, um die Schritte zu untersuchen, mit denen sie die Öffentlichkeit genauer informieren wollen.

Quelle: NHK

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