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Keine Strafen und kaum Kontrolle

Japans Regeln für die Einreise funktionieren nicht

Japan hatte die Grenzen in den vergangenen Monaten für Geschäftsreisende und Studenten aus dem Ausland geöffnet, allerdings unter strikten Bedingungen, um eine Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern.

Nun zeigt sich allerdings, dass das Land die Regeln nicht konsequent durchsetzt, eine Tatsache, die sich zu einem Problem entwickeln könnte, da zu Neujahr mehr Menschen aus dem Ausland einreisen werden.

Keine öffentlichen Verkehrsmittel für einreisende Menschen

Im Rahmen der derzeitigen Grenzpolitik des Landes müssen alle Reisenden aus dem Ausland, egal ob Japaner oder nicht, für zwei Wochen in Quarantäne und dürfen unmittelbar nach ihrer Ankunft keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.

Mehr zum Thema:  Japan plant im Frühjahr wieder Touristen ins Land zu lassen

Es gibt allerdings immer mehr Berichte, dass die Einreisenden direkt, nachdem sie die Flughäfen verlassen haben, in öffentliche Verkehrsmittel steigen.

Da zum Jahresende viele japanische Staatsbürger aus allen Ecken der Welt nach Japan reisen werden, könnte diese Situation die aktuelle Pandemie-Lage im Land deutlich verschärfen.

Zwar rüsten die Flughäfen auf und weisen ihr Personal an, darauf zu achten und zu informieren, dass niemand in ein öffentliches Verkehrsmittel steigt, aber nicht jeder wird sich daran halten.

Japans Regierung hat einiges übersehen

Die Gründe, wieso sich viele Menschen, die ins Land einreisen, nicht an die Regeln halten, sind vielfältig. Insbesondere dass es keine Strafen und Überwachung gibt, ist einer der Hauptfaktoren.

Ein weiteres Problem ist, dass die meisten Einreisenden kein Fahrzeug am Flughafen stehen haben oder abgeholt werden. Auch die Kosten für ein Taxi sind hoch und können nicht immer entrichtet werden.

Wenn ein Reisender am Flughafen Narita oder Haneda in Tokyo ein Taxi für eine Fahrt in die Region Tohoku mieten  möchte, muss er fast 300.000 Yen (ca. 2.376 Euro) zahlen. Eine Summe, die kaum einer aufbringen kann.

Zwar kann man sich diese kostspielige Fahrt sparen, wenn man ein Hotel in der Nähe bucht, aber auch diese Kosten sind nicht gerade gering.

Nun also doch freie Fahrt?

Die japanische Regierung hat einen sehr eigenwilligen Lösungsansatz. Sie überlegt zurzeit, ob man es Einreisenden nicht doch erlauben sollte, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, unter der Bedingung, dass die Menschen in Zügen getrennt von den normalen Passagieren sitzen.

Gesundheitsexperten stehen dieser Idee allerdings skeptisch gegenüber, denn es gibt zu viele Faktoren, die ausschließen, dass man Einreisende völlig von der Bevölkerung trennen kann.

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