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Mehr Väter sollen sich freinehmen

Japans Regierung plant Gesetz zum Vaterschaftsurlaub weiter zu verbessern

Japan möchte für mehr Geschlechtergleichheit sorgen. Dafür will man unter anderen den Vaterschaftsurlaub im Land fördern. Die Regierung hat nun den ersten wichtigen Schritt gemacht und arbeitet an der Anpassung des entsprechenden Gesetzes.

Die Regierung bestätigte am Wochenende, dass sie an einer Gesetzesrevision arbeiten, um mehr Männer zum Vaterschaftsurlaub zu ermutigen. Nach dem bisherigen Entwurf soll es Vätern möglich sein, in den ersten acht Wochen nach der Geburt ihres Kindes vier Wochen Urlaub zu bekommen.

Unternehmen sollen über Vaterschaftsurlaub informieren

Es soll ihnen dabei möglich sein, dass sie den Urlaub in zwei Zeiträume aufteilen können. Die Beantragung für die Elternzeit kann schon zwei Wochen in voraus gestellt werden. Bis jetzt müssen die Anträge einem Monat vor dem eigentlichen Urlaub eingereicht werden.

Mehr zum Thema:  Fast alle japanischen Regierungsangestellten planen Vaterschaftsurlaub

Es wird dazu noch weitere Änderungen unter dem neuen Gesetz geben. So sollen Unternehmen dazu verpflichtet sein, dass sie ihre Mitarbeiter über den Vaterschaftsurlaub informieren. Viele Männer wissen nämlich gar nicht, dass sie ein Recht auf die Freistellung haben und dass ihnen eine gewisse Anzahl an Urlaubstagen zusteht.

Um zu schauen, wie sich die Lage weiter entwickelt, müssen Unternehmen zusätzlich melden, wie viele Personen Urlaub bei ihnen nehmen. Allerdings soll die Regelung nur bei großen Firmen gelten. Der Gesetzesentwurf soll noch in der laufenden Sitzung des Parlaments vorgelegt werden und könnte möglicherweise schon nächstes Geschäftsjahr in Kraft treten.

Männer trauen sich oft nicht

Allgemein strebt die Regierung an, dass der Anteil an Vätern, die sich Vaterschaftsurlaub nehmen, 2025 bei 30 Prozent liegt. Zurzeit sind es noch um die 7,48 Prozent, was allerdings im Vergleich zu den Vorjahren bereits ein Anstieg ist.

Die Regierung hatte sich in den letzten Jahren schon darum bemüht den Urlaub bei Männern attraktiver zu machen, in dem sich die Rechtslage verbessern. Viele nehmen sich den Urlaub nämlich weiterhin nicht, da sie Diskriminierungen von ihrem Arbeitgeber oder Kollegen befürchten.

In der Vergangenheit kam es bereits vor, dass Männer nach dem Urlaub entlassen wurden oder nur noch niedrige Arbeit als indirekte Strafe erledigen mussten. Dass es allmählich ein Umdenken gibt, ist auch unter anderem den Umweltminister Shinjiro Koizumi zu verdanken, der als erste aktiver Minister sich Vaterschaftsurlaub genommen hat und ihn auch öffentlich unterstützte.

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