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Reaktion auf die Entgleisung im März

Japans Regierung fordert mehr Erdbebensicherheit von Shinkansen-Betreibern

Die japanische Regierung hat die Betreiber der Shinkansen aufgefordert, die Arbeiten an der Erdbebensicherheit der Strecken zu beschleunigen, sofern dies technisch machbar sei.

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Damit reagiert die japanische Regierung auf eine Entgleisung auf der Tohoku-Linie durch ein Erdbeben der Stärke 7,4 im März. Die Strecke war fast einen Monat gesperrt.

Betreiber sollen Preise für die Shinkansen erhöhen dürfen

Tetsuo Saito, Minister für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, plant zudem Ende diesen Monats ein Expertentreffen, um die Verbesserung der Erdbebensicherheit der Shinkansen und die Maßnahmen, die Entgleisungen verhindern sollen, zu überprüfen.

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„Wir werden die Angelegenheit umfassend prüfen, einschließlich der Aufforderung an die Betreiber, die Verstärkungsarbeiten zu beschleunigen“, so Saito auf einer Pressekonferenz. Sein Ministerium wird zudem prüfen, wie die Kosten für diese Arbeiten verwaltet werden können, einschließlich der Frage, ob die Betreiber die Fahrpreise erhöhen dürfen.

Das Ministerium genehmigt derzeit Fahrpreisänderungen und lässt Preiserhöhungen nur dann zu, wenn ein Betreiber Einnahmeverluste und Ausgaben zu verzeichnen hat. Nach Angaben des Ministeriums ist jedoch eine grundlegende Überarbeitung des Tarifsystems für Bahnbetreiber geplant, da die Erdbebensicherheit verbessert und Maßnahmen gegen die Alterung ergriffen werden müssen.

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Bei dem Erdbeben vom 16. März entgleiste ein Shinkansen auf der Tohoku-Linie auf der Strecke zwischen Tokyo und Sendai, der Hauptstadt der Präfektur Miyagi.

Viel Geld für die Erdbebensicherheit

Der Betreiber JR East benötigte etwa einen Monat, um die gesamte Strecke wieder zu öffnen, und etwa zwei Monate, um den Betrieb vollständig wieder aufzunehmen, da die Infrastruktur, einschließlich der Versorgungsmasten und Gleise, an etwa tausend Stellen beschädigt wurde.

Seit dem großen Hanshin-Erdbeben im Westen Japans im Jahr 1995 hat JR East insgesamt rund 500 Mrd. Yen (ca. 3,6 Milliarden Euro) ausgegeben, um die Erdbebensicherheit seiner Shinkansen und konventionellen Strecken zu verbessern.

Das Unternehmen plant, in Zukunft jährlich 20 bis 40 Milliarden Yen auszugeben, hatte aber bis Ende März erst 11,25 Prozent der 20.000 Betonmasten und 66,55 Prozent der 55.000 Viaduktpfeiler auf den Linien Tohoku und Joetsu fertiggestellt.

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