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HomeNachrichten aus JapanJapans Regierung hält an Abenomask fest und sorgt damit für mehr Spott

Bevölkerung hat kein Interesse an Abes Masken

Japans Regierung hält an Abenomask fest und sorgt damit für mehr Spott

Mittlerweile sind in Japan wieder ganz normal Gesichtsmasken im Handel erhältlich und die Engpässe in den letzten Monaten scheinen vorbei zu sein. Was für Erleichterung bei der Bevölkerung sorgt, scheint die Regierung wenig zu begeistern. Sie versuchen weiterhin die verhassten eigenen Masken an den Mann zu bringen, die nur noch Abenomask aus Spott genannt werden.

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Nach wie vor wird daran gearbeitet, die kostenlosen Masken der Regierung an die Menschen zu verteilen. Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga erklärt, dass die Masken relativ kostengünstig sein und bei der Eindämmung der starken Nachfrage helfen. Für Herbst ist deswegen wohl nun eine weitere Lieferung geplant.

Nur eine teure Geldverschwendung

Die Bevölkerung will sie in den meisten Fällen jedoch gar nicht. Nicht nur dass es hochwertige Gesichtsmasken wieder billig zu kaufen gibt, auch die Vergangenheit der Abenomask schreckt ab. So gab es zu Beginn der Verteilung zahlreiche Berichte von beschädigten und mit Schimmel, Käfern oder anderen Dingen verseuchten Exemplaren.

Versprochen wurde, dass jeder Haushalt zwei kostenlose Exemplare erhält. Das allein sorgte auch für viel Kritik, da die Masken wirklich nur pro Haushalt verteilt wurden und nicht nach Personen. Große Familien hatten demnach von der Aktion nicht viel. Des Weiteren waren die Masken auch überwiegend zu klein und damit eh nutzlos.

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Bei umgerechnet mehr als 401,8 Millionen Euro gilt das Projekt als reine Geldverschwendung. Die zahlreichen Probleme sorgten für den spöttischen Namen Abenomask, der sich aus dem Wort Abenomics, Premierminister Shinzo Abes Wirtschaftsprogramm, und dem Wort Mask zusammengesetzt.

Masken bleiben ein Reinfall

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Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, hält die Auslieferung der Masken weiterhin an. Von den 157 Millionen Exemplaren für Pflegeeinrichtungen und Kindertagesstätten müssen immer noch 80 Millionen Stück verteilt werden. Es erscheint deswegen vielen Menschen sehr lachhaft, dass die Regierung weiterhin versucht die Abenomask zu bewerben.

Im Internet machten viele ihrem Ärger Luft. Einer von ihnen war Komiker Zenjiro, der auf Twitter schrieb, dass die Verschwendung von Steuergeldern nicht wirklich lustig ist. Dazu verschärft sich die Lage in Japan erneut. Tokyo allein verzeichnete in den letzten Tagen durchschnittlich mehr als 200 Neuinfektionen. Die Regierung scheint das Problem jedoch größtenteils zu ignorieren und reagiert wie üblich nur langsam. Laut einer Umfrage von Kyodo sind hingegen zwei Drittel der Bevölkerung für einen weiteren Ausnahmezustand.

TJT

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