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HomeNachrichten aus JapanJapans Regierung ignorierte Rat des Expertengremiums zur "Go To Travel"-Kampagne

Kampagne trotz Kritik und Rat des eigenen Gremiums vorgezogen

Japans Regierung ignorierte Rat des Expertengremiums zur „Go To Travel“-Kampagne

Vergangene Woche startete Japans Regierung die „Go To Travel“-Kampagne. Damit werden Inlandsreisen subventioniert, um die Tourismusbranche wieder anzukurbeln.

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Bereits vor dem Start gab es massive Kritik an den Plänen, da sich das Coronavirus im Land wieder ausbreitet und viele befürchteten, dass die Ausbreitung so beschleunigt wird.

Regierung sollte Kampagne lieber verschieben

Auch das Expertengremium, das die Regierung in Fragen der Pandemie berät, riet davon ab, die Kampagne bereits im Juli zu starten.

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Shigeru Omi, der das Gremium leitet, erschien am 29. Juli bei einer Sitzung des Ausschusses für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus des Unterhauses, um Fragen zur Situation zu beantworten.

Als Antwort auf die Frage, ob man die Kampagne jetzt bedenkenlos starten kann, sagte Omi, dass sein Gremium vor der Entscheidung, dass Tokyo aus der Kampagne ausgeschlossen wird, dazu geraten hatte, die Kampagne zu verschieben.

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Omi sagte, er schlug vor, dass die Regierung die Entscheidung über den Start des Programms verzögern solle, da sie angesichts des Anstiegs der Infektionen im Land eine Erklärung abgeben müsse.

Er drängte die Regierung auch, nicht zu einem voreiligen Abschluss zu kommen, sondern mehr Zeit auf die Erörterung der Angelegenheit zu verwenden, indem sie die Infektionssituation analysiert.

Japans Regierung lehnte die Bedenken des Gremiums ab

„Leider hat die Regierung den Vorschlag nicht angenommen“, so Omi.

Die Kampagne, die der Tourismusindustrie helfen soll, sich von den Auswirkungen der Pandemie zu erholen, subventioniert bis zur Hälfte der Kosten für eine Inlandsreise.

Die japanische Regierung verlegte den Beginn des Programms von Mitte August auf den 22. Juli, einen Tag vor einem viertägigen Wochenende.

Mittlerweile verzeichnet Japan über 1.000 Infektionen pro Tag, auch Regionen, die bisher keine infizierten Menschen hatten, meldeten nach dem verlängerten Wochenende Fälle.

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