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Präfekturen bitten die Regierung neue Maßnahmen zu ergreifen

Japans Regierung öffnet das Land zu schnell

Japans Regierung hat trotz einer Zunahme der Infektionen in Tokyo und der Befürchtung, dass das Land vor einer zweiten Infektionswelle steht, weitere Lockerungen der Beschränkungen beschlossen.

Die Entscheidung steht allerdings im Widerspruch zu den Maßnahmen, die Behörden in anderen Präfekturen Unternehmen haben, da sich die Covid-19-Infektionen im Land wieder ausbreiten.

Ärzteverband fordert für Tokyo Unternehmen zu schließen

Der Ärzteverband hat die Stadtverwaltung von Tokyo mittlerweile aufgefordert, in ausgewählten Gebieten Unternehmen erneut aufzufordern, zu schließen. Von den 243 Neuinfektionen in der Hauptstadt am 10. Juli entfielen 77 Prozent auf Personen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.

Obwohl Tokyo drei Tage hintereinander über 200 Neuinfektionen meldete, setzt die Regierung ihre Pläne für weitere Lockerungen der Beschränkungen fort und kündigte auch ihr Programm einige Wochen früher an, dass Reisen subventionieren soll.

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Viele Gouverneure der Präfekturen baten die japanische Regierung mittlerweile Maßnahmen zu ergreifen, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Die Gouverneure von Tokyo und die drei benachbarten Präfekturen Chiba, Saitama und Kanagawa trafen sich zu einer Videokonferenz, bei der sie bestätigten, dass ein gemeinsamer Trend in all ihren Gerichtsbarkeiten darin bestand, dass sich die Zunahme der Infektionen auf jüngere Menschen sowie auf Bars konzentrierte, in denen das Personal in engem Kontakt mit den Kunden stand.

Die vier Gouverneure gaben eine gemeinsame Erklärung heraus, in der sie die Anwohner aufforderten, vorsichtiger zu sein, wenn sie ausgehen und sich so verhalten, dass sie sich nicht infizieren oder andere anstecken können, indem sie zum Beispiel nur Geschäftseinrichtungen besuchen, die gründlich Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung von Infektionen umgesetzt haben.

Der Gouverneur von Saitama, Motohiro Ono, gab an, dass er Senioren und Personen mit bereits bestehenden Gesundheitsproblemen aufgefordert habe, von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Tokyo abzusehen.

Die National Governors‘ Association tauschte sich am 10. Juli mit Nishimura aus und bat um die Verabschiedung eines Gesetzes, das zweckdienliche Maßnahmen zur Benennung von Bars und Restaurants, in denen Kunden infiziert wurden, sowie zur Anordnung einer vorübergehenden Einstellung des Betriebs solcher Betriebe ermöglicht.

„Go to Travel“-Kampagne soll bereits im Juli starten

Doch trotz solcher Aufrufe ging die japanische Regierung am 10. Juli dazu über, die Beschränkungen für Großveranstaltungen zu lockern. Die Grenze von 1.000 Besuchern bei Konzerten oder Ausstellungen oder 50 Prozent der Kapazität des Veranstaltungsortes wurde auf 5.000 Personen oder 50 Prozent der Kapazität angehoben.

Professionelle Baseball- und Fußballveranstaltungen, die ohne Fans auf den Tribünen stattfanden, dürfen seit dem 10. Juli wieder besucht werden.

Tourismusminister Kazuyoshi Akaba kündigte am selben Tag an, dass das Subventionsprogramm „Go To Travel“ der Regierung, in dessen Rahmen die Hälfte der Kosten für eine Inlandsreise übernommen wird, am 22. Juli und nicht, wie ursprünglich geplant, Anfang August in Kraft treten wird.

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