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Bildungsbehörden sollen gegen Vorurteile und negative Behandlungen vorgehen

Japans Regierung ruft zu Maßnahmen gegen Coronavirus-bezogene Diskriminierungen auf

In Japan gab es in den letzten Wochen immer wieder Berichte von Diskriminierungen von Menschen, die am Covid-19 erkrankt sind oder mit ihm in Verbindung stehen. Nachdem bereits mehrmals auf das Problem aufmerksam gemacht wurde, reagiert nun auch die Regierung. Sie fordern offiziell zum Ergreifen von Gegenmaßnahmen auf.

Das Bildungsministerium rief am Donnerstag die Präfektur-Bildungsausschüsse und andere Einrichtungen auf, durchdachte Maßnahmen gegen Coronavirus-bezogene Diskriminierungen und Vorurteile zu ergreifen. Die Maßnahmen sollen dabei vor allem auf Arbeitnehmer ausgelegt werden, die ein hohes Risiko besitzen, sich mit dem Virus zu infizieren.

Diskriminierung in der Schule

Das Ministerium verschickte eine Mitteilung zu der Forderung an die örtlichen Bildungsbehörden. In ihr wird betont, dass jegliche Diskriminierung und Vorurteil gegenüber Personen, die an der Aufrechterhaltung der sozialen Funktionen beteiligt sind, mehr als unangemessen sind. Das Ministerium erwartet deswegen, dass solche Fälle niemals stattfinden sollen. Es soll ein Verhalten geben, das auf den genauen Informationen zu der Epidemie beruht und keins, dass auf Angst sowie Hass ausgerichtet ist.

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Auslöser für die Reaktion des Ministeriums war ein Vorfall an einer Grundschule in Niihama, Ehime. Kinder von zwei Haushalten wurden für zwei Wochen vom Unterricht ausgeschlossen und drei Kinder durften nicht an Schulzeremonien teilnehmen, obwohl sie komplett gesund waren.

Minister fordert Ministerium zum Handeln auf

Der Grund dafür war, dass Familienmitglieder der zwei Haushalte Fernfahrer sind, die in Städte wie Tokyo und Osaka fahren, die zurzeit als Hotspots für den Virus gelten.

Der Fall sorgte wegen der offensichtlichen Diskriminierung der Kinder für Empörung und der Verkehrsminister Kazuyoshi Akaba bezeichnete die Maßnahmen als äußerst unangemessen. Gleichzeitig fordert Akaba das Bildungsministerium auf, derartige Fälle in der Zukunft zu verhindern, was nun zu der Aufforderung führte.

Kyodo

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