Japans Regierung stellt englische Schilder in Fukushima auf, um Touristen von verstrahltem Gebiet fernzuhalten

Das lokale Hauptquartier der Zentralregierung in Japan hat seit April mehrere Straßenschilder in englischer Sprache in der Präfektur Fukushima aufgestellt, um ausländische Touristen von den stark strahlenbelasteten Gebieten fern zu halten.

Seit Mitte April hat das lokale Hauptquartier der Zentralregierung bereits 26 Schilder an 12 Standorten entlang der 70 Kilometer langen Nationalstraße Nr. 114 und anderorts aufgestellt. Die Schilder, die dort aufgestellt wurden, tragen einfache englische Botschaften wie beispielsweise „No Entry“. Im September 2017 wurde in Namies „difficult-to-return-Zone“ erstmals ein 27 Kilometer langer Abschnitt einer Straße eröffnet, die hauptsächlich von Baufahrzeugen genutzt wird, die an den Umbauprojekten beteiligt sind.

Aber auch Muldenkipper, die kontaminierte Böden zu den Zwischenlagern transportieren, nutzen die Straße. Die Behörden haben es Autofahrern gestattet, die wiedereröffnete Teilstrecke ebenfalls zu benutzen. Allerdings dürfen sie dort weder anhalten noch aussteigen, da die Strahlenbelastung nach wie vor hoch ist. Motorradfahrer und Fußgänger dürfen die Strecke aus demselben Grund bisher immer noch nicht betreten. Allerdings gibt es immer wieder Menschen aus dem Ausland, die die Gegend besuchen, um Fotos zu machen, wie die Polizei von Fukushima mitteilte.

Viele Menschen haben ihre Fahrzeuge verlassen oder sind mit dem Motorrad oder gar zu Fuß in die „No-Go“-Zone gekommen. Aus diesem Grund bat die Präfektur-Polizei die Zentralregierung um Hilfe bei dem Umgang mit den ungewollten Besuchern. Als die Polizei Ausländer befragte, die in der schwer zugänglichen Zone fotografierten, stellte sich heraus, dass sie nicht wussten, dass das Betreten des Gebiets verboten ist. Deshalb haben die Beamten auch darauf verzichtet, technische Begriffe (beispielsweise schwer rückführbare Zone) für die Schilder zu nutzen.

Ein Mitarbeiter des Teams des Kabinetts für Lebenshilfe für Opfer von Nuklearkatastrophen, die die englischen Botschaften entwickelten, sagte, dass sie sich für einfache Ausdrücke, wie „high-dose radiation area“ entschieden. Die Schilder haben sich bereits bewährt, da ein Motorradfahrer das Gebiet ohne Beschwerde verlassen hat, nachdem er von der Polizei auf das englische Schild hingewiesen worden war.

Quelle: Asahi Shimbun

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