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Tepco soll Entschädigungsplan erstellen

Japans Regierung wird Meeresfrüchte aus Fukushima kaufen, wenn die Verkäufe wegen der Wasserfreisetzung einbrechen

Japan will weiterhin das Wasser aus dem zerstörten Kernkraftwerk in Fukushima ins Meer leiten. Während sich die Regierung wegen der Umweltauswirkungen keine Sorgen macht, erwarten sie für die Fischindustrie Schäden. Aus dem Grund werden bereits Maßnahmen zur Unterstützung von lokalen Fischern aufgestellt.

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Die Regierung gab am Dienstag bekannt, dass sie Notfallmaßnahmen aufstellen würden, falls durch die Wasserfreisetzung die Verkäufe einbrächen. So beabsichtigen sie unter anderem, Meeresfrüchte von den Fischern aufzukaufen.

Regierung will Reputationsschäden für Fukushimas Fischer verhindern

Es wird zurzeit nachgedacht, ob ein Fonds eingerichtet werden soll, der flexibel für den Kauf von Meeresprodukten aus Fukushima verwendet werden könnte. Aber auch andere Teile Japans sollen mit den Geldern unterstützt werden. Es sollen dabei Produkte gekauft und gelagert werden, die eingefroren werden können.

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Gleichzeitig wird den Fischern geholfen, ihre Verkaufskanäle für die Produkte zu erweitern, die nicht eingefroren werden können. Es soll dazu eine Online-Umfrage durchgeführt werden, um Reputationsschäden zu verhindern. Unternehmen, die an der Verarbeitung, dem Vertrieb und dem Einzelhandel von Meeresprodukten beteiligt sind, sollen zusätzlich Aufklärungsarbeit leisten, damit die Preise nicht zu stark sinken.

Chefkabinettssekretär Katsunobu Kato betonte, dass sie „gründliche Anstrengungen unternehmen, um Reputationsschäden zu verhindern“. Sie wollen ein Umfeld schaffen, in dem Fischer ihren Betrieb sicher fortführen können.

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Der ehemalige Anlagenbetreiber Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. (Tepco) wurde angewiesen, frühzeitig einen konkreten Entschädigungsrahmen aufzustellen, falls die Fischer doch großen finanziellen Schaden erlitten. Tepco versprach, dass sie die Anweisungen ernst nehmen und sie versuchen würden, so schnell wie möglich die Pläne aufzustellen.

Viele sind gegen die Wasserentsorgung

Eine weitere Zusammenarbeit ist mit Organisationen wie der Internationalen Atomenergiebehörde geplant. Japan will so international transparent und glaubwürdig bleiben.

Es ist geplant, dass das Wasser aus dem Kernkraftwerk Frühjahr 2023 ins Meer geleitet werden soll. Mittlerweile haben sich mehr als 1 Million Tonnen an verseuchtem Kühlwasser angesammelt. Das Wasser wird mit einem aufwendigen Verfahren von den radioaktiven Stoffen gereinigt.

Nur der Stoff Tritium befindet sich noch in geringen Mengen in dem Wasser, was ins Meer soll. Die japanische Regierung sieht die Menge als so gering an, dass sie kein Gesundheitsrisiko darstellt. Lokale Fischer, China und Südkorea sind davon aber nicht überzeugt. Sie alle sind gegen das Vorhaben und versuchen, dagegen vorzugehen.

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