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Japans Regierung wird wegen Gesundheitsproblemen durch Asbest verurteilt

Vier Unternehmen und die Regierung müssen ehemalige Bauarbeiter entschädigen

Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass der Stoff Asbest gefährlich ist und Gesundheitsschäden verursacht. Trotzdem ist das Material immer noch in einigen Häusern zu finden, weswegen Unternehmen versuchen, es zu beseitigen. Einige Unternehmen in Japan und die Regierung versäumten es jedoch, ausreichend ihre Arbeit zu schützen, weswegen ein Gericht sie nun zu Schadensersatz verurteilte.

Am Montag verurteilte das Oberste Gericht von Fukuoka vier Baustoffhersteller, darunter Nichias Corp., und die Regierung zu einer Schadensersatzzahlung. Um die 2,9 Millionen Euro sollen sie an ehemalige Bauarbeiter und Hinterbliebene zahlen, die durch Asbest mit gesundheitlichen Problemen wie Lungenkrebs kämpften. Zuvor sollte die Regierung bereits laut einem anderen Schuldspruch um die eine Million Euro zahlen.

Regierung ist mit Urteil nicht zufrieden

Der Richter Noriyuki Yamanouchi erklärte dabei seine Entscheidung damit, dass die Regierung und die Firmen von dem Risiko wussten. Schon seit 1975 war es klar, dass Asbest für Menschen gesundheitsschädlich ist und Krebs verursacht. Trotzdem ergriffen sie nicht die notwendigen Maßnahmen, um die Bauarbeiter zu schützen. Viele erhielten nicht einmal Staubmasken, wenn sie mit dem Material arbeiteten.

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Zusätzlich merkte der Richter an, dass die Regierung die Verantwortung für die Gesundheitsprobleme der selbstständigen Auftragnehmer trägt. Aus diesem Grund muss die Regierung in dem Punkt 27 der 28 Kläger entschädigen. Die Unternehmen müssen hingegen für 26 Personen zahlen.

Für die 54 Kläger ist es jedoch nur ein kleiner Erfolg. Sie klagten nämlich eigentlich gegen 12 Unternehmen und die Regierung und forderten dabei 9,1 Millionen Euro als Schadensersatz, was deutlich mehr ist, als beim aktuellen Urteil. Die Entscheidung am Montag ist mittlerweile das fünfte Urteil von ähnlichen Klagen im ganzen Land und das vierte, bei dem Firmen und die Regierung zahlen müssen. Auf der anderen Seite sind die Unternehmen und die Regierung nicht glücklich mit dem Urteil.

Ein Beamter des Arbeitsministeriums merkte dabei an, dass sie nicht verstehen, wieso einige Anklagepunkte von dem Gericht nicht akzeptiert wurden. Sie wollen deswegen genauer auf die Details des Urteils gucken und dann prüfen, wie sie reagieren wollen. Nichias ließ hingegen erklären, dass sie es bedauerlich finden, dass der Richter einige ihrer Behauptungen nicht anerkannte. Ob sie deswegen Widerspruch einlegen, ist nicht bekannt.

JP

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